Koos ist die größte Insel im Greifswalder Bodden und gehört zum Naturschutzgebiet Insel Koos, Kooser See und Wampener Riff des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird durch die Beek vom Festland getrennt, das ist eine schmale, flussartig verlaufende Wasserverbindung.
Der Name der Ostseeinsel ist 1241 als Chosten, 1247 als insula, que Chosten lingua patria appellatur belegt, er ist slawischen Ursprungs. Hier befand sich eine slawische Burg, die 1275 belegt ist. Erwähnt wird die Insel jedoch schon früher, nämlich 1184, als eine pommersche Flotte vor der Insel im Greifswalder Bodden durch Dänen und Rügener vernichtend geschlagen wurde. Ab 1950 wurde die Insel Koos in die Tierseuchen-Forschungsanstalt der Insel Riems eingegliedert. Sie steht seit 1990 unter Naturschutz und ist sowohl Europäisches Vogelschutzgebiet als auch FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie) nach EU-Recht.
Die Landfläche beträgt 772 ha. Die Insel liegt im Norden von Greifswald im Greifswalder Bodden und besteht aus artenreichen Salz- und Feuchtwiesen, großflächigen Rotstraußgras-Magerrasen, Röhrichten, Spülsäumen und einem Strandsee. Das Gebiet darf mit Ausnahme des Außenstrandes am Spülfeld Wampen und angelegter Wege nicht betreten werden, allerdings gibt es noch mehrere bewohnte Häuser auf der Insel.
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