Kopisty (deutsch Kopitz), war ein Dorf am Weißen Bach, nördlich der Stadt Brüx (Tschechien). Durch die Ausweitung des Kohleabbaus durch Schächte Ležáky wurde das Dorf 1979 größtenteils liquidiert und nach Most eingemeindet.
Die erste schriftliche Erwähnung in den Urkunden der Gründung des Kapitels von Leitmeritz stammen au dem Jahr 1057. Im 13. Jahrhundert gehörte es vermutlich dem Kloster Ossegg. 1227 schenkte der kinderlose Kojata von Hrabschitz einen Teil von Kopist den Kreuzrittern des Klosters Zderaz. Ein weiterer Teil blieb vermutlich in der Hand des Adels, belegt durch die Verwendung des Präfix durch Chotebor von Kopist (1238) und Detrich von Kopist (1264). Auch in den darauffolgenden Jahrhunderten blieb Kopist zweigeteilt.
Das Eigentum des Klosters kauften im 14. Jahrhundert die Kerung von Lom (Kerunkové z Lomu), die es vermutlich an das Kloster Chemnitz verkauften (1344-1366). Nach 1366 wechselten die Eigentümer in rascher Folge, meist waren es Junker oder Angehörige des Kleinadels. 1405 ließ Wenzel von Mrzlitz die hiesige Feste erbauen. Diese wurde durch Hussiten zerstört und 1510 wieder aufgebaut. Weitere Eigentümer des Ortes waren die Herren von Hochhaus (1439-1510), Smolik von Slawitz (1510-1533), Sekerka von Sedschitz. Seit 1543 gehörte ein Teil der Stadt Brüx, der andere Johann von Weitmühl, Herr auf der Brüxer Landeswarte. Dessen Anteil erhielt Brüx im 16. Jahrhundert. Brüx blieb Eigentümer bis zur Bodenreform 1848.
1620 lebten im Ort 14 Landwirte, 32 Häusler, 1 Gärtner und 15 Landlose. 1651 waren es 106 Personen, deren Anzahl bis 1846 auf 387 anwuchs und den Höhepunkt 1930 mit 5.455 Einwohnern erreichte. Die explosionsartige Bevölkerungsentwicklung des 1911 zur Stadt erhobenen Dorfes, liegt in der Öffnung der Schächte Julius II (1878), Julius III (1882), Julius IV (1891), Habsburg später Minerva (1890) begründet. Zum 1. April 1941 verlor Kopitz seine Selbstständigkeit und wurde der Kreisstadt Brüx angeschlossen.
Die gotische Kirche des Corpus Christi (1352) mit der Skulptur der Madonna (1380) gingen verloren. Die Statue des Hl. Florian (1739) von Johann Adam Dietz wurde nach Wteln verlegt.