Der Ausdruck Kopten (aus griech. αἰγύπτιοι, „Ägypter“) bezeichnet ursprünglich und lange jene Einwohner Alexandriens und Ägyptens, die als ihr Idiom die ägyptische Sprache verwendeten, deren letzter Ausläufer das Koptische bildet, in römischer, byzantinischer und frühislamischer Zeit ohne Rücksicht auf die Religionszugehörigkeit. Mit zunehmender Arabisierung und Islamisierung Ägyptens bezeichnete man wie noch in der Gegenwart als Kopten allein die Christen der koptischen Kirchen. Aufgrund von Mobilität und Migration sind sie heute in der ganzen Welt anzutreffen.
Inhaltsverzeichnis |
In Ägypten sind heute etwa zwanzig Prozent der Bevölkerung Christen. 7-13 % der Ägypter sind koptische Christen (meistens orientalisch-orthodox, ein kleiner Teil koptisch-katholisch), der Rest verteilt sich auf griechisch-orthodoxe, griechisch-katholische und protestantische Christen.
Besonders in Oberägypten sind heute die als christliche Minderheit oft benachteiligten Kopten Ziel von Terror und Schutzgelderpressungen radikaler Muslime geworden, häufig mit Wissen und Billigung der lokalen Behörden. Auch weil nur selten mit Strafverfolgung zu rechnen ist, werden junge Koptinnen zunehmend entführt, zum Übertritt in den Islam und in Ehen mit Muslimen gezwungen. Familienangehörige und Rechtsanwälte werden bei der Aufklärung durch Polizei und Gerichte massiv behindert oder ignoniert. Muslime, die zum Christentum übertreten, müssen mit staatlichen Zwangsmaßnahmen rechnen. Neue koptische Kirchen dürfen nicht gebaut werden, auch kleinere Reparaturen bedürfen eines Präsidialerlasses. Die Kopten beanspruchen für sich, die direkten Nachfahren der altägyptischen Bevölkerung der Pharaonenzeit zu sein.[1]
Im deutschsprachigen Raum gibt es mehrere koptische Gemeinden:
zwei koptische Klöster: Das Koptisch-Othodoxes Kloster der Jungfrau Maria und des heiligen Mauritius in Höxter-Brenkhausen (D), in dem der koptische Generalbischof für Deutschland (Bischof Anba Damian) residiert und eines in Waldsolms-Kröffelbach bei Frankfurt am Main. Des Weiteren Gemeinden in Berlin, Bitburg, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart.
Ein Kloster in Obersiebenbrunn, nahe bei Wien (Ö), welches ein spiritueller Treffpunkt österreichischer Kopten ist. (s. a. Weblinks) weitere Gemeinden in Wien, Graz und Klagenfurt.
Des Weiteren gibt es in fast jedem europäischen Land auch größere Gemeinden (London, Birmingham, Paris, Mailand, Rom, Stockholm und andere größere Städte Europas).