Korb (Württemberg)

Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Korb
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Korb hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Rems-Murr-Kreis
Koordinaten: 48° 51′ N, 9° 22′ O
Höhe: 296 m ü. NN
Fläche: 8,45 km²
Einwohner: 10.399 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 1231 Einwohner je km²
Postleitzahl: 71404
Vorwahl: 07151
Kfz-Kennzeichen: WN
Gemeindeschlüssel: 08 1 19 041
Adresse der Gemeindeverwaltung: J.-F.-Weishaar-Straße 7
71404 Korb
Webpräsenz:
Bürgermeister: Jochen Müller

Korb ist eine Gemeinde im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg. Sie gehört zu der Metropolregion Stuttgart.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Korb liegt nordöstlich von Waiblingen an der Buocher Höhe am Rand des Remstals. Die Umgebung des Ortes wird durch die Landwirtschaft geprägt. Neben Streuobstwiesen und Obstanbau beherrscht der Weinbau die Landschaft, der in den Lagen Sommerhalde, Korber Kopf, Berg, Hörnle und Steingrüble angebaut wird.

Siehe auch: Württemberg (Weinbaugebiet)

Geschichte

Die erste bisher bekannte urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1270. In einer Esslinger Urkunde aus dem Jahre 1270 wird bezeugt, dass das Spital in Esslingen vom Konvent des Frauenklosters in Steinheim (Murr) Grundstücke in Korb erworben hat. Dass Korb und seine Umgebung mehrere zehntausend Jahre vorher schon besiedelt war, zeigen zahlreiche Funde, die im Steinzeitmuseum in Korb-Kleinheppach ausgestellt sind. Steinzeitwerkzeuge der mittleren Altsteinzeit (vor ca. 50.000 Jahren), der jüngeren Steinzeit (vor ca. 20.000 Jahre), der Mittelsteinzeit, der älteren, mittleren und späten Jungsteinzeit u. a. mit Bandkeramik, Rössener Kultur und Schnurkeramikkultur (4.500–2.000 Jahre v. Chr.), sowie Funde aus der Bronzezeit (ca. 1.700 v. Chr.) zeugen von uraltem Siedlungsland auf der Gemarkung von Korb und Kleinheppach.

Für die folgende Kelten- und Römerzeit fehlen direkte Funde aus Korb, dagegen liegen diese aus unmittelbarer Umgebung (Schurwald und Waiblingen) vor. Erst 1270 erscheint Korb in besagter Urkunde wieder. 1389 wird berichtet, dass ein Esslinger Bürger das halbe Dorf besaß, das ihm Eberhard der Greiner aus dem Hause Wirtenberg streitig machte. 1494 lesen wir, dass der ganze Ort und Steinreinach zu Wirtenberg gehörte. In den folgenden Jahrhunderten erlebten Korb und seine Bürger bewegte Zeiten. 1535 wurde die Reformation in Korb eingeführt.

Während des 30-jährigen Krieges 1618–1648 herrschte große Not und teilweise war Korb total unbewohnt (1636–38). Viele Häuser wurden zerstört und mehrere dann abgebrochen, um in Waiblingen mit dem Abbruchmaterial neue Häuser aufzubauen. Bauernaufstand (1514 „Armer Konrad“ im Remstal und 1525 im ganzen Land) und Franzoseneinfall (1797) gingen an Korb auch nicht ohne Leid vorbei. Über all die Jahrhunderte spielte der Wein bei der überwiegend bäuerlichen Bevölkerung eine große Rolle. Er bildete praktisch die Haupteinnahmequelle, war aber auch mit vielen Steuern belegt. Siehe Württemberg (Weinbaugebiet).

Erst die Industrialisierung um die Jahrhundertwende, verbunden mit einem katastrophalen Reblausbefall, bei dem im Remstal alle Weinberge abgeräumt und die Reben verbrannt werden mussten, begründeten den Wandel von Korb zur heutigen Wohngemeinde mit ihrer guten Infrastruktur.

Gliederung

Zu Korb gehört der am 1. Januar 1972 eingemeindete Ortsteil Kleinheppach und der Ortsteil Steinreinach.

Sehenswürdigkeiten

Nur Liste
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  • historischer Ortskern
  • evangelische Kirche
  • katholische Kirche
  • Seeplatz
  • Rathaus
  • Korber Kopf
  • Steinzeitmuseum Kleinheppach
  • Geologischer Lehrpfad in den Weinbergen von Korb

Bildung

Die Volkshochschule Unteres Remstal e. V. hat eine Zweigstelle in Korb.


Weblinks

Commons
Commons: Korb – Bilder, Videos und Audiodateien
Quelle:
Artikel Korb (Württemberg) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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