Krakaudorf

Wappen Karte
Östereichkarte, Lage von Krakaudorf blau markiert
Basisdaten
Bundesland: Steiermark
Bezirk: Murau (MU)
Fläche: 29,68 km²
Einwohner: 672 (Volkszählung 2001)
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner/km²
Höhe: 1.173 m ü. A.
Postleitzahl: A-8854
Vorwahl: +43 3535
Geografische Lage: 47° 10' N, 14° 1' O
Gemeindekennzahl: 61404
Adresse der
Stadtgemeinde:
Gemeindeamt Krakaudorf
A-8854 Nr. 120
Website: www.krakaudorf.at
Politik
Bürgermeister: Wenzel Steinhart (ÖVP)
Gemeinderat: 9 Mitglieder: 6 ÖVP, 3 SPÖ

Die Gemeinde Krakaudorf liegt im Bezirk Murau im österreichischen Bundesland Steiermark.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Krakaudorf ist der Hauptort des Krakautals, einem Hochplateau, welches sich im südlichen Teil der Schladminger Tauern in ost-westlicher Richtung auf drei Gemeinden mit insgesamt etwa 1500 Einwohnern erstreckt. Auf der Südseite des Plateaus folgt weiter nord-westlich die Gemeinde Krakauhintermühlen, westlich an der Salzburger Landesgrenze die Gemeinde Krakauschatten.

Krakaudorf besteht aus einer einzigen Katastralgemeinde.

Geschichte

Krakaudorf gilt als eine der ältesten Siedlungen des Rantentales, hieß aber vom Mittelalter bis ins 16. Jahrhundert hinein "Lessach". Ab dem 13. Jahrhundert war das Gebiet der Gerichtsbarkeit der Liechtensteiner unterstellt. Die Aufhebung der Grundherrschaften erfolgte 1848. Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der englischen Besatzungszone in Österreich.

Politik

Bürgermeister ist Wenzel Steinhart (ÖVP). Der Gemeinderat setzt sich nach den Wahlen von 2005 wie folgt zusammen: 6 ÖVP, 3 SPÖ, - FPÖ

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Berglandschaft, kleine Kapellen (u. a. mit dem „steirischen Herrgott“), Seen und der Günster Wasserfall, der mit einer Länge von 65 Metern der größte Wasserfall in der Steiermark ist.

Brauchtum und Tradition spielen eine große Rolle im Jahresablauf. Beginnt das Jahr wie vielerorts mit den Heiligen Drei Königen, folgen jedes 2. Jahr im Februar die Faschingrenner am „Damisch Mountog“ (Rosenmontag), ein lauter Umzug von Haus zu Haus von ca. 50 Personen mit Spitzhüten, gefolgt von einer Handelsmeute mit Pferd, Rossknecht, Schinder, Schmied usw. Der Ursprung dieses Brauches geht auf die Knappen zurück, die vor ca. 200 Jahren im Bischofsloch des Prebers (2741 m) Silber abbauten. Den kreisförmigen Tanz, das Radl oder Kranzl, führten diese Bergleute zum ersten Mal auf.

Zu Ostern brennen an vielen Stellen im Tal zum Teil bis zu 12 m hohe gezimmerte Osterfeuer, am Karsamstag ist das gemeinsame „Weichfleischessen“ ein wichtiger Punkt innerhalb der Familie.

Am ersten Sonntag im August wird der Oswaldisonntag gefeiert. Das Kirchweihfest zu Ehren des Heiligen Oswalds beginnt mit einem Prozessionszug durch Krakaudorf, dabei tragen die Mädchen geschmückte Marienstatuen, die Buben den Heiligen Oswald durch das Dorf. Am Nachmittag hat der Samson samt Schützengarde seinen Auftritt.

Gegen Ende des Jahres, Anfang Dezember kommt der Krampus ins Haus, begleitet vom Nikolaus bestraft er die bösen, belohnt aber zugleich die artigen Kinder mit "Kirchta".

Zudem war Krakaudorf Schauplatz des Fernsehserie "Die Leute von St. Benedikt".



Quelle:
Artikel Krakaudorf aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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