Krankheit der Jugend

Krankheit der Jugend ist ein Theaterstück des Dramatikers Ferdinand Bruckner aus dem Jahr 1926. Das Stück ist Teil eines Dramenzykluses, der sich im Lauf der Zeit von selbst ergab und nicht vom Autor intendiert wurde.

Handlung

Im Zentrum stehen Studenten, die sich in ihrem Liebeswahn grausigen Exzessen der Fremdbestimmung hingeben: Marie hält ihren Freund, den verwöhnten Literaten Bubi, aus, der ihrer Freundin Irene nachsteigt. Weiterhin integriert sind das Mädchen Desirée und der Zuhälter Freder. Alles eskaliert in einer Tragödie. Das Stück thematisiert die Demoralisation einer enttäuschten Jugend, die ohne gesellschaftliche Forderungen blieb.

Filmische Umsetzung

An der Filmakademie Wien entstand 2007, unter der Leitung von Michael Haneke, eine Verfilmung des gleichnamigen Stoffes. Gedreht wurde in einer eigens von StudentInnen der Universität für angewandte Kunst errichteten Studiokulisse, unter der Regie von neun Regiestudenten der Filmakademie.

Regie führten: Peter Brunner, Stefan Brunner, Henning Backhaus, Karl Bretschneider, Albert Meisl, Andrina Mracnikar, Alex Trejo, Henri Steinmetz und Tobias Dörr

Es spielten unter anderen Birgitt Minichmayer, Ursula Strauss, Florian Teichtmeister, Gerti Drassl und Markus Hering.

Die filmisch Umsetzung des Stoffes, erstmals gezeigt am 21. Juni 2007 im Wiener Gartenbaukino, glänzt durch eine ungemeine szenische Dichte, und einer schauspielerischen Leistung, welche weitab jeglicher Qualitätsdiskussionen wenigstens zeitweise der Perfektion nahe kommt. Kamera und Licht wirken gekonnt zusammen und vermitteln den ungewohnten Eindruck als handle es sich um Availiable-Light Aufnahmen, was mit dazu beiträgt den Betrachter noch tiefer in die Handlung zu ziehen. Bildaufbau und Formensprache sind auf dem zu erwartenden hohen Niveau, lediglich der Ton gibt manchmal Verständnisprobleme. Das einzige, wenn auch minimale Manko, eines ansonsten mehr als nur gelungenen Werks, welches auch den Vergleich zu den zweitlosen Größen des Films nicht zu schäuen braucht. Die Dichte der Handlung und der Chaktere lässt den Zuseher in einer Art und Weise am Geschehen teilhaben, wie dies sonst nur etwa bei Godard oder Bergmann der Fall ist

Bedeutende Inszenierungen

1968 spielten Rainer Werner Fassbinder, Irm Hermann und Rudolf Waldemar Brem die Hauptrollen am legendären Antiteater.

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