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Kristallstruktur

Die Struktur von Kristallen wird durch die beiden Begriffe Gitter und Basis beschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Gitter

Ausschnitt aus einer NaCl-Kristallstruktur, Koordinationszahl: 6
Ausschnitt aus einer NaCl-Kristallstruktur, Koordinationszahl: 6

Das Kristallgitter, auch Punktgitter genannt, ist eine dreidimensionale Anordnung von (mathematischen) Punkten. Die kleinste Einheit des Gitters ist die Elementarzelle. Diese enthält alle Informationen die zum Beschreiben des Kristalls notwendig sind. Diese Elementarzellen werden durch Translationssymmetrie zu einem dreidimensionalen Netz erweitert. Das Kristallgitter ist ein Hilfsmittel, um die Symmetrie und Geometrie eines Kristalls zu beschreiben. Im dreidimensionalen Raum beschreiben die 14 Bravais-Gitter jede Möglichkeit der Zellenform. Von jedem Gitterpunkt der Zelle muss der (unendlich ausgedehnte) Kristall genau gleich aussehen, egal in welche Richtung man sieht. Weil das Kristallgitter nur aus Punkten aufgebaut ist, ist es immer zentrosymmetrisch.

Die primitive Elementarzelle ist eine Zelle, die nur einen Gitterpunkt enthält (in der Grafik ist sie dunkler dargestellt).

Basis

Die Bestandteile der Kristallstruktur
Die Bestandteile der Kristallstruktur

Die Basis einer Kristallstruktur sind Atome, Ionen oder Moleküle. Diese Teilchen werden im Kristallgitter angeordnet. Die Basis besteht mindestens aus einem Atom, kann aber auch einige tausend Atome umfassen (Proteinkristalle). Im Kochsalz besteht die Basis aus einem Na+- und einem Cl-Ion.

In der Literatur wird oft von der Gitterstruktur gesprochen. Man spricht dann vom Natriumchloridgitter, Cäsiumchloridgitter, usw. Weil aber das Kristallgitter nur Punkte enthält und keine Ionen, ist diese Ausdrucksweise irreführend. Präziser heißt es Natriumchloridstruktur, Cäsiumchloridstruktur, Diamantstruktur oder auch Zinkblendestruktur. Diese Strukturen werden für die Typisierung einer Reihe anderer Verbindungen genutzt, die im Bezug auf die Kristallstruktur mit den Beispielen übereinstimmen. Man kann also auch die Begriffe Natriumchloridstrukturtyp, Cäsiumchloridstrukturtyp, usw. verwenden.

Siehe auch

Literatur

  • Arnold Fr. Holleman und Egon Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie (101. Auflage), ISBN 3-11-012641-9

Weblinks

Quelle:
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