Kunstgestänge

Das Kunstgestänge ist eine Erfindung aus dem Bergbau, die dazu diente, mechanische Bewegungen über kleinere Entfernungen zu übertragen.

Prinzipskizze
Prinzipskizze

Es stammt aus der Zeit vor Erfindung von Dampfmaschine und Elektrizität. Das Kunstgestänge basiert auf der Erfindung des krummen Zapfens (Pleuel), mit dem man zum ersten mal rotierende Bewegungen in lineare überführen konnte. Mit dem Kunstgestänge war es möglich, Fahrkünste und Wasserkünste zu betätigen, auch wenn das zur Verfügung stehende Kunstrad weiter entfernt war.

Mit dem krummen Zapfen wurde die Rotationsbewegung auf ein Feldgestänge übertragen, das daraufhin Pendelbewegungen ausführt. Eine Nachbildung eines Kunstgestänges ist in Zellerfeld im Harz oder in Bad Kösen an der Saale zu sehen.

Rekonstruktion eines Kunstrades mit 11,5m Durchmesser, Clausthal-Zellerfeld
Rekonstruktion eines Kunstrades mit 11,5m Durchmesser, Clausthal-Zellerfeld
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