Lídia Jorge (* 18. Juni 1946 in Boliqueime) ist eine portugiesische Schriftstellerin.
Ihre Jugend verbrachte sie als Einzelkind bei der Mutter und anderen weiblichen Familienmitgliedern in der Algarve. Nach ihrer Schulzeit in Faro zog sie nach Lissabon und studierte an der Universität Lissabon Romanistik. Mit ihrem ersten Ehemann, einem Offizier der Luftwaffe, hielt sie sich während des Kolonialkrieges einige Jahre in Angola und danach in Mosambik auf. Bereits ihr erster Roman "O dia dos prodígios" Der Tag der Wunder wurde zu einem Hauptwerk der neueren portugiesischen Literatur. Für ihr Romanwerk erhält sie 2006 zusammen mit ihrer langjährigen Übersetzerin Karin von Schweder-Schreiner den erstmals vergebenen Literaturpreis Albatros der Günter Grass Stiftung in Bremen