La Jamais Contente (Der niemals Zufriedene) war das erste Fahrzeug, das schneller als 100 km/h fuhr. Es war ein Elektroauto mit einer torpedoförmigen Karosserie. Die Chassisnumner war n°25. Der Geschwindigkeitsrekord wurde am 29. April 1899 in Achères im Departement Yvelines bei Paris, Frankreich aufgestellt. Der Wagen hatte zwei Postel-Vinay 25 kW Motoren, die mit 200 Volt und 124 Ampere arbeiteten. [1] Es fuhr auf Michelin- Luftreifen.
Inhaltsverzeichnis |
Fahrer war der belgische Konstrukteur und Rennfahrer Camille Jenatzy, der Sohn von Constant Jenatzy, einem Hersteller von Gummireifen, die damals eine Neuentwicklung waren. Camille Jenatzy war studierter Ingenieur. Besonders interessierte ihn die Entwicklung von Elektroautos.
Um sich auf dem entstehenden Markt für Elekroautos zu etablieren, baute Camille Jenatzy eine Fabrik für Elektroautos, in der er viele PKWs und LKWs baute. Dabei wetteiferte er mit dem Elektroautohersteller Jeantaud in öffentlichen Vorführungen darum, wer das schnellste Fahrzeug bauen kann.
Um seine Firma in diesem Wettbewerb zum Sieg zu führen, baute er den La Jamais Contente. Vom Karosseriebauer Rothschild ließ er die torpedoförmige Karosserie aus Partinium, einer leichten Legierung aus Aluminium, Wolfram und Magnesium, anfertigen.
Am 29. April 1899 fuhr er 105,882 km/h; womit er den Rekord von Count Gaston de Chasseloup-Laubat übertraf, der am 4. März 1899 92,78 km/h erreicht hatte.
Das Fahrzeug steht heute im Automobilmuseum in Compiègne (Oise).
| Commons: La Jamais Contente – Bilder, Videos und Audiodateien |