Laatzen

Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Laatzen
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Laatzen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Region Hannover
Koordinaten: 52° 19′ N, 9° 48′ O
Höhe: 46 – 63 m ü. NN
Fläche: 34,05 km²
Einwohner: 42.260 (1. Okt. 2005)
Bevölkerungsdichte: 1241 Einwohner je km²
Postleitzahl: 30880
Vorwahlen: 0511 u. 05102
Kfz-Kennzeichen: H
Gemeindeschlüssel: 03 2 41 009
Bürgermeister: Thomas Prinz (SPD)

Laatzen ist eine Stadt in Niedersachsen. Sie liegt südlich der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover und ist Teil der Region Hannover.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Lage von Laatzen in der Region Hannover
Die Lage von Laatzen in der Region Hannover
Messebahnhof
Messebahnhof
Kath. Kirche St. Oliver
Kath. Kirche St. Oliver

Geografische Lage

Laatzen liegt an der Leine. Der Fluss bildet zusammen mit der Leinemasch die westliche Grenze des Stadtgebiets. Der Übergang der Wohnbebauung zur nördlich gelegenen Landeshauptstadt Hannover ist fließend. Im Osten wird Laatzen vom Kronsberg und dem Bockmer Holz (dem größten Waldgebiet in der nahen Umgebung Hannovers) begrenzt.

Nachbargemeinden

Die Stadt grenzt im Uhrzeigersinn, beginnend im Südwesten an Pattensen, Hemmingen, Hannover und Sehnde (Region Hannover), sowie an Algermissen und Sarstedt (Landkreis Hildesheim).

Stadtgliederung

Laatzen besteht aus den Ortsteilen Alt-Laatzen, Grasdorf, Laatzen-Mitte, Rethen, Gleidingen und Ingeln-Oesselse.

Flächengröße

Stadtgebiet 34.05 km²
Einwohnerdichte 1.184 Einwohner / km²

Art der Nutzung

Ackergelände 47,68 %
Hof- und Gebäudeflächen 20,11 %
Straßen, Wege und Plätze 10,94 %
Grünland 8,39 %
Gartengelände 1,39 %
Wiesen 3,02 %
Waldungen 2,58 %
Wasserläufe und -flächen 3,75 %
Umland 0,89%
Abbaugelände 0,24 %
sonstige Flächen 1,01 %

Geschichte

Die Gemeinde Laatzen wurde im Jahre 1259 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name stammt von der damals ansässigen Familie „von Lathusen", die der größte Grundbesitzer im Ort war. Die „Gründungssage", die in den Schulen gelehrt wird, spricht von einem Bauernstamm bzw. einer Bauernsippe der „Lathen", der sich um das Jahr 800 am Leineufer niederließ.

Am 22. Juni 1671 schenkte Herzog Georg von Lüneburg dem Herzog Johann Friedrich von Calenberg als Dank für die Hilfe bei der Einnahme der Stadt Braunschweig die drei Dörfer (Alt-)Laatzen, Wülfel und Döhren. Seit diesem Tag gehört Laatzen zum „Kleinen Freien". Die Einwohner im „Kleinen Freien" hatten besondere Rechte. Sie durfte in den Wälder der Gegend jagen, jedoch mussten sie eine eigenständige Kompanie (Unterstellt dem Amt Koldingen) dem Carlenberger Herzog abstellen.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1964 schlossen sich die Gemeinden Grasdorf und Laatzen zur neuen Gemeinde Laatzen zusammen, die am 21. Juni 1968 Stadtrechte erhielt. Durch die Gebietsreform vom 1. März 1974 und den Zusammenschluss mit den Gemeinden Gleidingen, Ingeln, Oesselse und Rethen/Leine entstand die Stadt Laatzen in ihrer heutigen Form.

Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Laatzen zum damaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie alle anderen niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1939 3.931
1950 7.875
1961 9.028
1970 12.396
1980 34.920
1990 24.000
1998 ¹ 37.905
1999 ¹ 38.278
2000 ¹ 37.242
2001 ¹ 38.965
2002 ¹ 39.405
2003 ¹ 39.725
2004 ¹ 40.021
2005 ¹ 42.260

¹ jeweils zum 31. Dezember bzw. Stand Oktober 2005

Wappen

Das Wappen wurde 1931 bewilligt. Es stellt im oberen Teil einen nach links gewendeten Löwen sowie im unteren Teil die Leine dar, die durch grüne Felder fließt. Laatzen gehörte seit 1512 zum Herrschaftsgebiet der Welfen, deren Symbol der Löwe war. [1].

Städtepartnerschaften

Die Stadt Laatzen unterhält mit folgenden drei Städten und einer Gemeinde eine Städtepartnerschaft:

Grand-Quevilly, Frankreich, seit 1969
Eemsmond, Niederlande, seit 1973
Waidhofen an der Ybbs, Österreich, seit 1986
Gubin, Polen, seit 1991

Seit 1990 besteht mit der Stadt Guben in Brandenburg eine Städtefreundschaft, aus der heraus die Städtepartnerschaft mit Gubin zunächst vorbereitet und seit 1991 gepflegt wird. Guben liegt gegenüber der Stadt Gubin am westlichen Ufer der Lausitzer Neiße.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten

  • Gotische Backsteinkapelle (Sie wurde erstmals 1325 erwähnt und gilt als südlichstes Bauwerk der norddeutschen Backsteingotik. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie schwer beschädigt.)
  • Luftfahrtmuseum (Dort wird die Luftfahrtgeschichte im Wandel der Technik von 1783 bis 1965 dargestellt.)
  • Leine Center Laatzen (Ein 2 Stöckiges Einkaufszentrum mit über 80 Geschäfften)
  • Park der Sinne (Projektpark zur Expo 2000)
  • Tordenskiold-Gedenkstein in Gleidingen
  • Südliche Leineaue (Sie ist als Teil der Leinemasch Naherholungsraum und gleichzeitig Rückzugsgebiet für bedrohte Tier- und Pflanzenarten sowie Rastplatz für zahlreiche Zugvögel.)

Sport

  • aquaLaatzium (städtische Wellnesoase mit Hallen- und Freibad)

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Abschied vom Sommer in Alt-Laatzen
  • Brunnenfest in Grasdorf
  • Stadtfest im Park der Sinne
  • Künstlerpicknick im Park der Sinne
  • Weinfest in Alt-Laatzen
  • Eichstraßenfest in Alt-Laatzen (in den Jahren mit ungerader Jahreszahl)

Wirtschaft und Infrastruktur

In Laatzen befindet sich der ICE Bahnhof Hannover Messe/Laatzen, der zur Erschließung des hannoverschen Messegeländes dient. Das gesamte Messegelände gehört allerdings zu Hannover, nachdem es am 1. März 1974 im Zuge einer Gebietsreform (Hannover-Gesetz) zusammen mit dem Kronsberg, dem Gelände der späteren Expo 2000, an die Landeshauptstadt abgetreten werden musste. Ebenfalls ansässig ist hier die Rentenversicherung Hannover-Braunschweig, die für fast ganz Niedersachsen zuständig ist. Das Einkaufszentrum "Leine-Center" bildet den Mittelpunkt von Laatzen-Mitte und ist ein Anziehungspunkt für Kunden aus dem südlichen Bereich der Region Hannover.

Die direkte Nähe zum Messegelände Hannover (CeBIT, Hannover-Messe u.a.) sorgt für eine gute Verkehrsanbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Diverse Logistikunternehmen sind in Laatzen ansässig.

Persönlichkeiten

  • Klaus-Dieter Koch, Ehrenstadtbrandmeister der Stadt Laatzen,Träger des Bundesverdienstkreuzes,verh. geb. 1942 in Claustal-Zellerfeld
  • niedersächsischer Landtagspräsident Jürgen Gansäuer (CDU)
  • Bundestagsabgeordneter Matthias Miersch (SPD)
  • Regionspräsident und ehemaliger Bürgermeister von Laatzen Hauke Jagau (SPD)

Sonstiges

Für Notfälle steht das Agnes-Karll-Krankenhaus, die Ortsfeuerwehren Laatzen, Gleidingen, Ingeln-Oesselse und Rethen, das DRK mit Rettungswache und Katastrophenschutzzentrum, die Polizei Laatzen zur Verfügung.

Quellen

  1. Klemens Stadler: Deutsche Wappen - Die Gemeindewappen der Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Band 5., Angelsachsen Verlag, 1970

Weblinks

Website der Stadt Laatzen mit weiteren Informationen

Commons
Commons: Laatzen – Bilder, Videos und Audiodateien
Quelle:
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