Lack ist ein flüssiger oder auch pulverförmiger Beschichtungsstoff, der dünn auf Gegenstände aufgetragen wird und durch chemische oder physikalische Vorgänge (zum Beispiel Verdampfen des Lösemittels) zu einem durchgehenden Film aufgebaut wird. In der Regel bildet sich dadurch eine hochglänzende Oberfläche.
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Das altindische Wort Laksa bedeutete "hunderttausend" und war, davon abgeleitet, auch die Bezeichnung für die Schildläuse, die in riesiger Zahl die dortigen Feigenbäume befielen. Hervorgerufen von den Läusestichen sonderten die Bäume Harz ab, den so genannten Schellack.
Man kann Lacke unterteilen nach:
Man verwendet Lacke, um Gegenstände zu schützen (Schutzanstrich, Schutzlacke) oder um einen angenehmen Farbeffekt zu erzielen. Tabletten kann man mit für den Menschen ungiftigen Lacken überziehen, um die Freisetzung zu steuern oder den Wirkstoff zu schützen (Filmtabletten).
Manche Lacke werden aus Pflanzen gewonnen (vgl. Nutzpflanzen), z.B. aus Harzen wie Copal und Kolophonium.
Lack ist meist aus Bindemittel, Lösemitteln, Füllstoffen, Pigmenten und Additiven aufgebaut.
Da die meisten Lösemittel für Lacke organische Lösemittel sind, die teilweise giftig oder feuergefährlich sind, tendiert man immer mehr zu lösemittelfreien Systemen, also zu Pulverlacken oder Suspensionen von Lackpartikelteilchen in Wasser. Eine weitere Möglichkeit lösemittelfrei (emissionsfrei) zu arbeiten besteht darin, strahlenhärtende Lacksysteme einzusetzen (Strahlenhärtung). Bei dieser Technologie dient ein Monomer als "Lösemittel", das während der Härtung in den Lackfilm mit einpolymerisiert. Als Strahlenquelle dient meist eine UV-Hochleistungslampe.
Entlacken ist Entfernen alter Lackschichten.
Lack in Verbindung mit Kleidung bezeichnet Kleidung, die eine Oberfläche aufweist, die wie lackiert aussieht: Hier handelt es sich um mit Polyurethan oder PVC beschichtetes Gewebe oder elastisches Stretch-Tricotmaterial. Lackbeschichtete Kleidung kann aus Glanzlack oder Mattlack bestehen und entspricht im Glanz nicht ganz Latex, sieht jedoch ähnlich aus. Im sportlichen Bereich wird für Regenjacken und Regenanzüge vorzugsweise Mattlack eingesetzt, als Regen- oder Lackmantel für Damen und Herren eher Glanzlack. Diese Materialien haben besondere Bedeutung im Bereich der Fetischkleidung.
Vielfach fand Lack auch Verwendung in Kunst- und Kunsthandwerk, insbesondere in Form von Lackschnitzerei und Lackmalerei. Ausgangspunkt dieser Entwicklung war China.
Abblättern, Acrylfarbe, Acrylharz, Autolack, Chinesische Lackkunst, Custompainting, Geigenlack, Klavierlack, Lackbaum, Lackschliff, Lackschnitzerei, Leitlack, Nagellack, Nitrozelluloselacke, Schleiflack, Schutzlack, Siegellack, Spritzpistole, Pulverlack
Adelung-1793: Lack, der · Holz-Lack, der · Gold-Lack, der
Brockhaus-1911: Lack-Lack · Pariser Lack · Wiener Lack · Lack [4] · Lack · Lack [2] · Lack [3]
Herder-1854: Lack [2] · Lack [3] · Florentiner Lack · Lack [1]
Lueger-1904: Lack, japanischer · Kreuzbeergrün, -lack · Florentiner Lack
Meyers-1905: Münchener Lack · Lack-lack · Lack [5] · Wiener Lack · Venezianer Lack · Pariser Lack · Lack [1] · Florentiner Lack · Brauner Lack · Lack [4] · Lack [3] · Lack [2]
Pierer-1857: Lack-Lack · Lack-Dye · Lack [4] · Wiener Lack · Spanischer Lack · Pariser Lack · Lack in Knollen · Florentiner Lack · Brauner Lack · Lack [3] · Lack [2] · Lack [1]