Laufzeitmessung ist ein Verfahren zur indirekten Entfernungsmessung durch Messung der Zeit, die ein Signal für das Durchlaufen der Messstrecke benötigt.
Je nach Art des Signals wird bei Geräten, welche die Laufzeitmessung ausnutzen entweder von
gesprochen.
Inhaltsverzeichnis |
Bekanntes Vorbild in der Natur ist das Orientierungssystem der Fledermäuse. Diese aktiv fliegenden und weltweit verbreiteten Säugetiere sind in der Lage, sich auch in völliger Dunkelheit zu orientieren. Mit Hilfe der Echoortung können sie Entfernung und Richtung von Hindernissen und Beutetieren lokalisieren.
Dieses Verfahren kann auch der Mensch sich antrainieren. Es kann dann völlig blinden Menschen zur Orientierung dienen.
Da elektromagnetische Wellen sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten, sind die Laufzeiten bei kurzen Strecken extrem klein. Die Zeitmessung erfolg daher mit speziellen Kurzzeitmessern oder Intervallzählern. Erste Anwendungen waren Entfernungen mittels Laufzeitdifferenz von Licht und Schall (Blitz-Donner, Kanonenschüsse) und die Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit.
Bei Distanzmessungen geht der Entfernungsbereich von einigen Metern (Handlaser für Bauwesen etc.) über einige km (EDM für Vermessung und Geowissenschaften bis Millionen von Kilometern in Astronomie und Raumfahrt.
Die Laufzeitmessung verwendet hauptsächlich:
Über größere Strecken (2,3) werden oft Echoverfahren oder Reflektoren verwendet, um ausreichend starke Messsignale zu erhalten. Bei Radiowellen (4) ist auch aktive Beantwortung mit Transpondern in Gebrauch. Für reflektierte Signale folgt die Distanz aus
, wobei die Ausbreitungsgeschwindigkeit c von der Brechzahl des Mediums abhängt (für Licht in Bodennähe etwa 1,0003).
Die wichtigsten Anwendungen sind: