Eine Laufzeitumgebung (kurz: Laufzeit) ist eine Softwareschicht, welche sich zwischen der Anwendungs- und der Betriebssystem-Schicht befindet. Sie stellt von Programmen benötigte Basis-Funktionen zur Verfügung.
Eine Laufzeitumgebung lässt Anwendungsprogramme plattformunabhängig ablaufen. Das heißt, unabhängig von der Hardware und dem Betriebssystem. Steht eine Laufzeitumgebung auf mehreren Plattformen zur Verfügung, können Programme für diese Laufzeitumgebung auf all diesen Plattformen ausgeführt werden. Eine Laufzeitumgebung stellt damit bereits selbst eine „Plattform“ dar, auf der Programme aufsetzen können.
In manchen Fällen ist eine portable virtuelle Maschine Bestandteil einer Laufzeitumgebung. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Programmiersprache Java. Die Laufzeitumgebung eines Java-Programms wird Java Runtime Environment genannt und vereinigt die Java-Klassenbibliotheken, die z. B. für Ein- und Ausgabe verwendet werden, und die Java Virtual Machine, welche für die Ausführung des Java-Bytecodes verantwortlich ist.
Ein anderes Beispiel ist die Microsofts .NET-Plattform. Die .NET Common Language Runtime (CLR) ist (bei neueren Windows-Betriebssystemen) die Laufzeitumgebung für Programme, welche in C#, Visual Basic .NET, J#, JScript .NET und C++ .Net geschrieben wurden.
Beispiele für die Basis- oder Grund-Funktionen einer Laufzeitumgebung sind:
Beispiele, in denen Laufzeitumgebungen Programmen Plattformunabhängigkeit ermöglichen, sind: