Lavinia Fontana (* 24. August 1552 in Bologna; † 11. August 1614 in Rom) war eine italienische Renaissance-Malerin.
Lavinia war die Tochter des Malers Prospero Fontana (1512-1597) und wurde auch von ihm ausgebildet. Vor allem ihre Porträts und historische Darstellungen wurden allgemein bekannt. Lavinia heiratete 1577 Paolo Zappi (oder: Paolo Fappi). Sie brachte elf Kinder zur Welt, von denen nur drei überlebten. Ihr Mann, ebenfalls künsterlisch ausgebildet, unterstützte seine Frau, indem er Hausarbeit übernahm, und soll auch kleine Arbeiten an ihren Gemälden, z. B. an Gewändern ausgeführt haben. Lavinia zog 1603 mit ihrer Familie auf Einladung des Papstes Gregor XIII. nach Rom. Zu ihren besten Werken zählt das Bildnis ihres Gönners.
Lavinia Fontana malte Portraits von Mitgliedern der einflussreichen Gesellschaft von Bologna, Gruppenportraits, aber auch relgiöse Motive und großformatige Altarbilder. Ungewöhnlich für eine Frau der damaligen Zeit wagte sie sich auch an Aktmalerei. Ihr Bild „Minverva kleidet sich an“, von 1613 ist zugleich ihr letztes bekanntes Gemälde. Lavinia war sehr erfolgreich, gewählt in die Akademie Roms, und zählte zu den besten Malern ihrer Zeit.
Es gibt mehr als 100 Werke, die von frühen Quellen dokumentiert werden, aber nur 32 sind signiert. Weitere 25 erhaltene Werke werden ihr zugeschrieben, was ihr Oevre zum umfangreichsten einer Malerin vor dem 17. Jahrhundert macht.