Die französische Monatszeitung Le Monde diplomatique (von ihren französischen Lesern als "Le Diplo" bezeichnet) konzentriert sich auf ausführliche Analysen und Kommentare zur internationalen Politik und zu kulturellen Themen, die sich durch genaue Recherche auszeichnen. Das Blatt nimmt eine kritische Haltung gegenüber dem Neoliberalismus und seinen weltweiten Auswirkungen ein und vertritt eine entschiedene Position im linken Spektrum.
Die erste (französischsprachige) Ausgabe erschien im Mai 1954 mit der Schlagzeile "Alte Diplomatie - Neue Diplomatie". Sie hat heute eine Auflage von rund 500.000 Exemplaren. Ausgaben in weiteren 16 Sprachen (23 inklusive online-Ausgaben) führen zu einer Gesamtauflage von etwa einer Million in der ganzen Welt.
Alle zwei Monate erscheint zudem die Zeitschrift "Manière de voir" (nur in französischer Sprache), welche sich jeweils vertieft einem Thema widmet.
Le Monde Diplomatique gehört zu 49% dem Verein L'association des Amis du Monde diplomatique, dessen Mitglieder zu meist auch Leser der Zeitung sind; die restlichen 51 % gehören der französischen Tageszeitung Le Monde. Die Unabhängigkeit der Publikation soll durch die Begrenzung der Anzeigen und durch die Kapitalbeteiligung von Seiten der Leserschaft gewahrt werden.
Ein Leitartikel aus dem Jahr 1997, verfasst von Ignacio Ramonet, dem Chefredakteur, führte zur Gründung von Attac, einer nichtstaatlichen Organisation, die unter Anderem für die Einführung der Tobin-Steuer kämpft.
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In Südafrika monatlich als Beilage der Zeitschrift Die Vrye Afrikaan.
Im Jahre 2005 gründeten Leser dieser Esperanto-Version eine weltweite Gemeinschaft, die Monda Asembleo Socia (MAS) ("Weltweite soziale Versammlung"), um die Analysen der Monde diplomatique nicht nur zu lesen, sondern sie auch zu diskutieren und eventuell Aktionen daraus zu entwickeln. Diese Organisation versteht sich als ein Teil der alternativen Weltbewegung und nimmt an den Sozialen Foren teil.