Lena (Fluss)

Das Lena-Delta (NASA Landsat Project)
Das Lena-Delta (NASA Landsat Project)

Die Lena (russisch Лена) ist ein 4.400 km langer Strom in Sibirien (Russland, Asien) und einer der längsten Flüsse der Erde.

Inhaltsverzeichnis

Flusslauf

Verlauf der Lena im östlichen Sibirien
Verlauf der Lena im östlichen Sibirien

Der Fluss entspringt im Baikalgebirge nur wenig westlich des Baikalsees. Von seiner Quelle, die sich im Lena-Naturreservat befindet, fließt er zuerst in westlicher Richtung nach Katschug und dann nach Norden bzw. Nordosten. In diesem Bereich, bei Ust-Kut, von wo aus die Lena schiffbar ist, gelangt sie in das Mittelsibirische Bergland und fließt ein Stück parallel zur Unteren Tunguska und nur wenige Kilometer von dieser entfernt. Danach fließt ihr der von Süden kommende Witim zu; wenig später schlägt sie einen Rechtsbogen um das Patomhochland. Sie fließt von dort aus nach Osten, nimmt das Wasser der von Süden heran fließenden Oljokma auf und gelangt nach Jakutsk, wo sie in die weiträumige Mitteljakutische Niederung eintritt.

Etwa 300 km unterhalb von Jakutsk befinden sich die Lenafelsen, die sich auf etwa 80 km Länge entlang des östlichen Ufers ausbreiten. In der eben erwähnten Niederung fließt der Lena erst der von Osten kommende Aldan und dann der von Westen heran fließende Wiljui zu. In dieser Landschaft fließt sie zwischen dem Werchojansker Gebirge (im Osten) und dem Mittelsibirischen Bergland (im Westen) nach Norden. Schließlich erreicht das Wasser der Lena ihr 30.000 km² großes Mündungsdelta, das von West nach Ost maximal 230 km und von Nord nach Süd bis zu 150 km misst. Nach dem Durchfließen dieses weit verästelten Fluss-Systems erreicht das Wasser der Lena die Laptewsee, die ein Randmeer des Nordpolarmeers ist.

Einzugsgebiet

Das Einzugsgebiet der Lena, die mit etwa 4.400 km Länge zu den längsten Flüssen der Erde gehört, entspricht mit 2.306.772 km² Größe etwa der 7-fachen Fläche von Deutschland. Die stark unterschiedlichen Wassermengen von etwa 2.800 m³/s im Januar (1994) [1] und 66.500 m³/s im Juni (1994) [1], insbesondere der Anstieg meist zwischen Mai und Juni auf das bis zu 40fache, sind auf die Eisschmelze zurückzuführen.

Klima und Schiffbarkeit

Normalerweise ist die Lena von Oktober bis zum Juni des Folgejahres zugefroren, so dass das Eis als Straße genutzt wird. Wenn dies dann zu tauen beginnt, wird die Lena zum reißenden Strom, dessen Wasser alles mit sich reißt, was sich ihm in den Weg stellt, dabei steigt es bis zu 25 m an. Besonders verheerende Auswirkungen haben dabei die Eisstauungen, durch deren Folgen im Mai 2001 unter anderem die Stadt Lensk verwüstet wurde und auch große Teile von Jakutsk unter Wasser standen. Wenn der Fluss eisfrei ist, ist die Lena ab Ust-Kut bis zu ihrem großen Mündungsdelta auf 3.500 km Länge schiffbar.


Nebenflüsse

Zu den Nebenflüssen der Lena gehören flussabwärts betrachtet:

Städte

Zu den Ortschaften an der Lena gehören flussabwärts betrachtet:

Weblinks

Quellen

  1. a b http://www.r-arcticnet.sr.unh.edu/v3.0/Points/P6343.html
Quelle:
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