| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Arnsberg | |
| Kreis: | Olpe | |
| Koordinaten: | 51° 7′ N, 8° 4′ O | |
| Höhe: | 410 m ü. NN | |
| Fläche: | 135,06 km² | |
| Einwohner: | 27.626 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 205 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 57368 (alt: 5940) | |
| Vorwahlen: | 02721, 02723, 02972 u. 02725 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OE | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 66 020 | |
| Stadtgliederung: | 48 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Helmut-Kumpf-Straße 25 57368 Lennestadt |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Alfons Heimes (CDU) | |
Lennestadt (gelegentlich auch die Lennestadt) liegt im Sauerland im Südosten Nordrhein-Westfalens und ist eine mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Olpe. Sie ist die bevölkerungsreichste Gemeinde dieses Kreises.
Inhaltsverzeichnis |
Lennestadt liegt an der Nahtstelle der Naturparks Ebbegebirge im Westen, Homert und Rothaargebirge im Osten und wird vom Ruhr-Zufluss Lenne durchflossen. Neben der Hundem, die im Stadtteil Altenhundem in die Lenne einmündet, fließt dieser auch noch die Veischede zu.
Lennestadt liegt 51° 03' bis 51° 12' nördlicher Breite und 7° 58' bis 8° 15' östlicher Länge. Der höchste Punkt liegt 756 Meter (Härdler), der niedrigste 239 Meter (Lenne bei Borghausen) über dem Meeresspiegel.
Lennestadt grenzt im Norden an die Gemeinden Eslohe und Finnentrop, im Osten an Schmallenberg und Bad Berleburg, im Süden an Kirchhundem, und im Westen an die Städte Attendorn und Olpe.
Die Stadt Lennestadt wurde am 1. Juli 1969 als Rechtsnachfolgerin des Amtes Bilstein aus sieben Gemeinden und Gemeindeteilen gegründet.
Erste Spuren einer Besiedlung des heutigen Stadtgebietes reichen bis ins frühe Mittelalter zurück. Die Orte Elspe und Oedingen wurden erstmals im Jahre 1000 in einer Urkunde erwähnt, die Kaiser Otto III ausstellen ließ. Sie sind daher die ältesten Orte im Kreis Olpe.
Im 19. Jahrhundert waren Teile des heutigen Stadtgebiets vom Bergbau und der Eisen- und Metallverarbeitung geprägt.
1975 wurde Milchenbach nach Lennestadt eingemeindet. Vorher hatte es zur Gemeinde Lenne gehört.
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1998 | 27.846 |
| 1999 | 28.013 |
| 2000 | 28.026 |
| 2001 | 28.046 |
| 2002 | 28.072 |
| 2003 | 28.084 |
| 2004 | 27.953 |
| 2005 | 27.831 |
| Wahlergebnisse der Kommunalwahl am 26. September 2004 | |||||
| Partei | Stimmen | ± zu 1999 | Sitze | ||
| CDU | 62,7 % | + 0,9 % | 24 | ||
| SPD | 27,6 % | - 3,3 % | 10 | ||
| Grüne | 7,1 % | + 2,9 % | 3 | ||
| REP | 2,7 % | + 2,7 % | 1 | ||
Als Bürgermeister wurde mit 79,9 % Alfons Heimes von der CDU wiedergewählt.
Bis 1997 hieß das Amt des Verwaltungschefs in Lennestadt Stadtdirektor. Die Bürgermeister waren ehrenamtlich und hatten vorwiegend repräsentative Aufgaben.
| Amtszeit | Verwaltungschef | ehrenamtl. Bürgermeister (bis 1997) |
| Juli 1969 bis November 1969 | Erwin Krollmann (CDU), Beauftragter für die Wahrnehmung der Aufgaben des Stadtdirektors | Heinrich Hanfland (CDU), Beauftragter für die Wahrnehmung der Aufgaben des Ratsvorsitzenden |
| Dezember 1969–1989 | Erwin Krollmann (CDU) | |
| 1989–1997 | Dr. Franz-Josef Kaufmann (SPD) | Hubert Nies (CDU) |
| 1997 bis heute | Alfons Heimes (CDU) | |
Das Wappen der Stadt Lennestadt wurde am 31. Dezember 1971 mit der Beschreibung „In Gold drei grüne Pfähle überzogen von einem blauen Wellenschrägbalken, im linken Obereck eine dem dritten Pfahl aufgelegte silberne Rose“ verliehen. Die goldenen und grünen Balken im Hintergrund wurden aus dem Wappen des Amtes Bilstein übernommen. Der Wellenschrägbalken steht für den Fluss Lenne, nach welchem die Stadt benannt ist, und die Rose stammt aus dem Ort Oedingen.
Der Stadtrat hat 1995 beschlossen, Thomas Morus zum Stadtpatronen zu ernennen. Seit 2001 verleiht die Stadt zudem den Thomas-Morus-Preis an Bürger, „die sich in ihrem Handeln von den Überzeugungen ihres Gewissens haben leiten lassen und dabei ohne Rücksicht auf mögliche persönliche Nachteile durch Mut und Zivilcourage zum Wohle anderer und unserer Gesellschaft zum Vorbild geworden sind.“ [1]
Die Stadt Lennestadt ist 1992 eine Partnerschaft mit der Stadt Otwock in Polen eingegangen. Im Mai 2006 wurde eine Fahrradtour mit 32 Teilnehmern von Lennestadt über Berlin und Warschau nach Otwock als Zeichen der Verbundenheit durchgeführt.
Die 1946 gegründete Kulturgemeinde Hundem-Lenne bietet ein Kulturprogramm im 480 Plätze umfassenden Pädagogischen Zentrum (PZ) in der Anne-Frank-Hauptschule in Meggen an.
In Grevenbrück befindet sich das Museum der Stadt Lennestadt, in dessen Gebäude ebenfalls die Heimat- und landeskundliche Bibliothek der Stadt und das Stadtarchiv zu finden sind.
Seit 1998 betreibt der Förderverein Bergbaudenkmäler Lennestadt das Bergbaumuseum Siciliaschacht in Meggen, das an die Bergbautradition des Ortes erinnert.
Bekannte Bauwerke in Lennestadt sind die Burg Bilstein, die Burgruine Peperburg, etliche Fachwerkhäuser, die so genannten Sauerlandpyramiden, der Siciliaschacht und der Aussichtsturm Hohe Bracht.
Im Stadtteil Saalhausen, der als Luftkurort anerkannt ist, befindet sich ein Kurpark.
Zu den regelmäßigen Veranstaltungen in der Stadt Lennestadt gehören die Schützenfeste, die in allen größeren Ortsteilen in jedem Jahr gefeiert werden. Außerdem findet jährlich im August ein mehrtägiges Stadtfest, seit 2005 zusammen mit dem Sauerländer Straßenmusiker-Festival, in Altenhundem statt.
Das Rathaus von Lennestadt befindet sich im zentralen Stadtteil Altenhundem.
Das Amtsgericht Lennestadt befindet sich im Stadtteil Grevenbrück.
Lennestadt liegt mit den Bahnhöfen Altenhundem, Grevenbrück (Westf.) und Lennestadt-Meggen an der Ruhr-Sieg-Strecke von Hagen nach Siegen (DB-Kursbuchstrecke 440).
Buslinien der VWS bzw. BRS verkehren nach Kirchhundem, Olpe, Hilchenbach, Finnentrop, Schmallenberg, Meschede und Attendorn.
Bis 1944 bestand mit der Bahnstrecke Altenhundem–Birkelbach noch eine Eisenbahnverbindung nach Erndtebrück, deren Brücken aber im Kriegsverlauf von sich zurückziehenden Verbänden der deutschen Armee gesprengt wurden. Die Tunnelabschnitte sind zum Teil noch erhalten. Die Strecke nach Wenholthausen wurde bis Mitte der 1960er Jahre bedient. Zu dieser Zeit galt Altenhundem als Eisenbahndorf.
Die Bundesstraßen B 55, B 236 und B 517 führen durch die Stadt.
Lennestadt ist an das Radverkehrsnetz NRW angeschlossen und liegt zudem an der Lenneroute, die von der Lennequelle am Kahlen Asten zur ihrer Mündung an der Hohensyburg führt.
Die Westfalenpost und die Westfälische Rundschau haben jeweils eine Lokalredaktion in Lennestadt und erscheinen hier als Tageszeitungen. Weiterhin erscheinen mittwochs und sonntags die Anzeigenblätter Sauerlandkurier und Sauerländer Wochenanzeiger.
Lennestadt gehört zum Redaktionsgebiet des Studios Siegen des Westdeutschen Runkfunks (WDR). Nachrichten aus der Region Südsauerland werden auf WDR 2 und in der Lokalzeit (WDR Fernsehen) ausgestrahlt.
In Lennestadt gibt es mehrere Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen und zwei Gymnasien. Zudem gibt es eine Volkshochschule und ein Berufskolleg. Lennestadt liegt darüber hinaus im Einzugsbereich der Universität Siegen.
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