Leopold Anton Eleutherius Freiherr von Firmian (* 1679 in München, † 1744 in Salzburg) bestieg 1727 den Salzburger Bischofsthron, nachdem er zuvor bereits Bischof in Lavant, Seckau und Laibach gewesen war.
Er sah es als sein Ziel an, der katholischen Kirche die „alte Macht und Herrlichkeit“ wiederzugeben. Die im Fürsterzbistum lebende protestantische Minderheit (vor allem im Pongau) warf seiner Meinung nach einen Schatten auf diese Herrlichkeit.
Nachdem "Bekehrungs"versuche der Jesuiten auf den Dorfplätzen nicht von Erfolg gekrönt waren, zu denen alle Dorfbewohner bei Androhung hoher Strafen erscheinen musssten, wurden maßgeblich gesteuert vom dogmatischen Hofkanzler Christano di Rallo (Christian von Rall) 1731/32 alle Evangelischen binnen dreier Monate des Landes verwiesen – was in Widerspruch zu den Vereinbarungen des Westfälischen Friedens stand. (Dienstboten wurden großteils ohne unmittelbare Vorwarnung vor Ort verhaftet und unverzüglich außer Landes gebracht).
Etwa 20.000 Menschen gaben dabei für ihren Glauben ihre Heimat auf. Die meisten fanden in Preußen eine neue Heimat. Mehr als ein Fünftel der Ausgewiesenen überlebte allerdings die Mühen der Vertreibung nicht. Für Salzburg hatte die Ausweisung katastrophale wirtschaftliche Folgen. (siehe auch den Beitrag Salzburger Exulanten).
| Vorgänger Philiph Karl von Fürstenberg |
Bischof von Lavant 1718-1724 |
Nachfolger Joseph Oswald von Attems |
| Vorgänger Karl II. Josef von Kuenberg |
Bischof von Seckau 1724-1727 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Erzbischof von Salzburg 1727-1744 |
Nachfolger |
| Vorgänger Wilhelm von Leslie |
Bischof von Laibach 1727-1744 |
Nachfolger Ernst Gottlieb Attems |