| Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Leszno (Begriffsklärung). |
| Leszno | |||
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| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Staat: | Polen | ||
| Woiwodschaft: | Großpolen | ||
| Fläche: | 31,9 km² | ||
| Geographische Lage: | 51° 52' N, 16° 34' O | ||
| Einwohner: | 64.079 (30. Juni 2006) | ||
| Postleitzahl: | 63-816 bis 64-110 | ||
| Telefonvorwahl: | (+48) 65 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | PL |
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| Wirtschaft & Verkehr | |||
| Straße: | Breslau–Posen | ||
| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Posen | ||
| Verwaltung (Stand: 2007) | |||
| Stadtpräsident: | Tomasz Malepszy | ||
| Adresse: | ul. Karasia 15 64-100 Leszno |
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| Webpräsenz: | www.leszno.pl | ||
Leszno [ˈlɛʃnɔ] ( anhören ?/i) (deutsch Lissa, zwischen 1800 und 1918 auch als Polnisch Lissa bezeichnet) ist eine kreisfreie Stadt in Polen, die der Woiwodschaft Großpolen angehört und rund 70 km südwestlich von Posen sowie etwa 90 km nordwestlich von Breslau liegt. Sie bildet auf der Strecke Posen–Breslau einen bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt.
Inhaltsverzeichnis |
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgt 1393. Als bedeutendstem Ort im südwestlichen Großpolen wird Leszno 1547 von König Sigismund I. dem Alten das Stadtrecht verliehen. 1628 flüchtet ein Teil der in Böhmen religiös verfolgten Böhmischen Brüder in das tolerantere Polen, wo Jan Amos Komenský (Comenius) in Leszno eine Akademie gründete. Durch ein Privileg König Sigismunds III. Wasa wird Leszno 1631 den größten Städten des Landes rechtlich gleichgestellt. Eigentümer der Stadt ist jahrhundertelang das Adelsgeschlecht der Leszczyński, bevor Stanislaus I. Leszczyński sie 1738 veräußert.
1793 kommt Leszno infolge der Polnischen Teilungen unter preußische Herrschaft und wird fortan als Lissa bezeichnet. Nach dem Wiener Kongress gehört Lissa zum preußischen Kreis Fraustadt in der Provinz Posen, Regierungsbezirk Posen. 1834 wird die Ortschaft Grzybowo in die Stadt Lissa eingegliedert. 1887 tritt die Stadt zum neuen Kreis Lissa und wird Kreissitz. Sie ist auch Sitz des Distriktskommissars für den Polizeidistrikt Lissa. 1920 kehrt die Stadt auf der Grundlage des Versailler Vertrages wieder an Polen zurück.
Beim Überfall auf Polen 1939 wird Leszno im Rahmen des Reichsgaues Wartheland annektiert und wird am 21. Mai 1941 in „Lissa (Wartheland)“ umbenannt. Am 26. Oktober 1941 – zwei Jahre nach der Annexion durch das Deutsche Reich – wird die Stadt der im Altreich gültigen Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 unterstellt, welche die Durchsetzung des Führerprinzips auf Gemeindeebene vorsah. Am 1. April 1942 wird Lissa (Wartheland) um die Gemeinden Zaborowo, Gronowo und Strzyżewice (nur vorübergehend) vergrößert. 1945 kommt die Stadt wieder an Polen.
1975 wird Leszno Woiwodschaftshauptstadt. 1999 wird ihm dieser Status aufgrund der Gebietsreform in Polen wieder genommen. 2000 erhielt Leszno den Preis "The Golden Star of Town Twinning" der Europäischen Kommission.
| Name | deutscher Name (1815-1919 und 1939-45) |
|---|---|
| Gronowo | Grune |
| Grzybowo | Pilz Vorwerk |
| Leszczynko | Wolfsruhm |
| Nowe Miasto | Neustadt |
| Podwale | |
| Przylesie | |
| Zaborowo | Zaborowo (1939-45 Dornfeld) |
| Zatorze |
| Commons: Leszno – Bilder, Videos und Audiodateien |