Letmathe

Wappen Karte
Stadtwappen der ehemaligen Stadt Letmathe Lage von Iserlohn-Letmathe in Nordrhein-Westfalen
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Märkischer Kreis
Stadt: Iserlohn
Geografische Lage: 51° 22′ N, 07° 36′ O
Fläche: 35,4 km²
Einwohner: 26.883 (30. Dezember 2006)
Bevölkerungsdichte: 759 Einwohner/km²
Postleitzahlen: 58638 - 58644
Vorwahl: 02374
Kfz-Kennzeichen: MK
Website: www.iserlohn.de
Massenkalkklippen „Pater und Nonne“
Massenkalkklippen „Pater und Nonne
„Lenne-Dom“ St. Kilian
„Lenne-Dom“ St. Kilian

Letmathe ist ein Stadtteil von Iserlohn in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Die Stadt Iserlohn mit ihrem Stadtteil Letmathe liegt im Nordwesten des Sauerlands und gehört zum Märkischen Kreis.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Räumliche Lage

Letmathe liegt im unteren Lennetal in einem von Massenkalk durchzogenen Gebirge. Der tiefste Punkt ist die Lenne an der Stadtgrenze zu Hagen-Hohenlimburg, die höchste Erhebung der Hilkenhohl bei Lössel.

Gliederung

Gliederung in zwölf (ehemalige) Stadtteile

Geschichte

  • 1036 wird Letmathe in einem Güterverzeichnis des Klosters Werden erstmals urkundlich erwähnt. Obwohl diese Urkunde inzwischen als Fälschung erkannt wurde, gilt der Inhalt dennoch als echt, zumal Genna schon 980 erwähnt wird. Genna bedeutet: "Jenseits des Wassers" und wo es ein jenseits gibt, muss es auch ein diesseits geben (nämlich Letmathe).
  • 13. Jh. Im frühen 13. Jahrhundert bildet die (Wall-)Burg auf dem Burgberg Oestrich als "Cometia Osteric" die Keimzelle der Grafschaft Limburg
  • 1220 erste Erwähnung der Grüne
  • 1395 Erwähnung des Hofs auf dem Honsel
  • 14. Jh. Bis ins späte 14. Jahrhundert regieren die Herren von Letmathe auf Haus Letmathe
  • 1573 In dem Atlas von Christian s'Grooten ist auch Letmathe eingezeichnet
  • 1816 kommt Letmathe mit Oestrich, (Hohen-)Limburg, Elsey und Reh zum neuen Amt Limburg
  • 1903 scheiden im Zusammenhang mit der Eingemeindung von Elsey nach Hohenlimburg die Gemeinden Letmathe und Oestrich aus dem Amtsverband aus und bilden das Amt Letmathe-Oestrich
  • 1921 bildet die Gemeinde Oestrich zusammen mit der Gemeinde Lössel das Amt Oestrich
  • 1936 erhält Letmathe Stadtrechte
  • 1954 beschließen die Gemeinden Oestrich und Lössel, mit der Stadt Letmathe eine neue Stadt Letmathe zu bilden. Doch erst
  • 1956 wird die neue Stadt Letmathe gegründet, allerdings muss die Gemeinde Oestrich große Teile an Iserlohn abtreten.
  • 1975 wird Letmathe ein Stadtteil von Iserlohn. Im Rahmen der Neugliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Sauerland/Paderborn schließen sich Iserlohn, Letmathe, Hennen, Kesbern und Sümmern zur neuen Stadt Iserlohn zusammen.

Religionen

Durch den starken Einsatz der Adelsfamilie von Brabeck, die zur Zeit der Reformation Herren auf Haus Letmathe waren, ist Letmathe als einzige Gemeinde in der Grafschaft Limburg und als eine der wenigen Gemeinden im weiten Umland katholisch geblieben. Letmathe hatte inzwischen im Bistum Paderborn so an Bedeutung gewonnen, dass bei der Teilung des großen Dekanats Iserlohn 1922 Letmathe Sitz eines neuen Dekanats mit den Gemeinden Altena, Hohenlimburg, Letmathe, Lüdenscheid Stadt und Land, Nachrodt, Oestrich, Plettenberg Stadt und Land und Werdohl wurde.

Erst Ende des 19. Jahrhunderts kamen im Zuge der Industrialisierung viele evangelische Bürger nach Letmathe. Sie gründeten 1877 eine eigene Gemeinde. Die Bevölkerung blieb aber mehrheitlich katholisch, bis nach dem 2. Weltkrieg etwa 6000 Vertriebene aus den Ostgebieten – überwiegend evangelischen Glaubens – nach Letmathe zogen.

Heute ist das Mengenverhältnis zwischen den Glaubensrichtungen ausgeglichen.

Gebietsreformen

  • 1. Dezember 1890 Gebiete westlich des Grüner Bachs nach Iserlohn
  • 16. Juni 1933 Nußberg, nördlicher Dördel nach Iserlohn
  • 1. Januar 1941 Kuhlo und westliches Dröscheder Feld nach Iserlohn
  • 27. September 1956 Oestrich (ohne Iserlohner Heide, Gerlingsen, Hombruch) und Lössel nach Letmathe eingemeindet; Iserlohner Heide, Gerlingsen, Hombruch von Oestrich nach Iserlohn
  • 1. Juli 1969 Waldgebiet nördlich von Hombruch, östlich des Refflingser Bachs nach Iserlohn, Flurstück im Bereich "Vor`m Heu" nach Iserlohn

Einwohnerentwicklung

Stübbeken im Winter
Stübbeken im Winter
  • 1806 664 Einwohner
  • 1885 4355 Einwohner
    • Amt Letmathe-Oestrich
    • 1903 10.857 Einwohner
    • 1913 14.514 Einwohner
  • 1933 8500 Einwohner
  • 1956 13.049 Einwohner + 8936 Oestrich, 1850 Lössel (=23.835 Einwohner)
  • 1957 24.221 Einwohner
  • 1968 27.307 Einwohner
  • 1971 28.836 Einwohner
  • 1975 ca. 29.500 Einwohner (Jahr des Zusammenschlusses mit Iserlohn)
  • 2003 27.815 Einwohner (als Stadtteil der Stadt Iserlohn)

Wappen

Das Wappen der ehemaligen Stadt geht zurück auf das Wappen der Herren von Letmathe und wurde 1936 anlässlich der Verleihung der Stadtrechte als Wappen bestätigt.

Die Beschreibung des Wappens:
Waagerecht dreigeteilter Schild, im oberen Feld ein roter, stehender Löwe (1/2) auf weißem (silbernen) Schild mit zwei schwarzen (rechts und links je einer) "Külingen". Im mittleren Feld ein rot-gelb geschachter Balken (3:8). Im unteren Feld drei schwarze "Külinge" auf weißem (silbernen)Schild.

Der Löwe entspricht dem Löwen der Grafschaft Limburg und gibt die Zugehörigkeit Letmathes zu Limburg an. Der geschachte Balken entspricht dem der Grafschaft Mark, die Lehnsrechte in Letmathe hatten. Die "Külinge" sind das Familienzeichen einer Linie derer von Letmathe (Letmathe-Küling) und werden als Hermeline oder als Kaulquappen gedeutet.

Städtepartnerschaft

Die Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Auchel wird seit 1975 von der Stadt Iserlohn fortgeführt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Skulpturen in Letmathe
Skulpturen in Letmathe

Museen

Bauwerke

  • Haus Letmathe
  • „Lenne-Dom“ St.Kilian
  • Historische Ortskerne in Iserlohn-Letmathe und -Oestrich

Regelmäßige Veranstaltungen

Restaurierte Lennebrücke
Restaurierte Lennebrücke

Die Kiliankirmes findet in jedem Jahr am dritten Wochenende im Juli statt. Sie geht auf St. Kilian zurück und wurde 2006 zum 555. Mal gefeiert. Die Kirmes wird traditionell am Freitagnachmittag durch den Bürgermeister der Stadt Iserlohn eröffnet und von Bürgern aus nah und fern besucht. Am Montagabend bildet stets ein Feuerwerk den Abschluss. Eine Besonderheit ist, dass die Stadt Iserlohn unmittelbarer Veranstalter der Kirmes ist. Nicht zuletzt daher treffen sich traditionell am Montag Vertreter der Stadtverwaltung und der lokalen Politik mit Bürgern im Kirmesfestzelt zum Frühschoppen.

Nach der Restaurierung der zum Letmather Bahnhof führenden alten Lennebrücke wurde 2002 erstmals das Brückenfest veranstaltet. Das seither jährlich Anfang September stattfindende Fest ist eines der beliebsten geworden. Es zieht zahlreiche Besucher auch aus umliegenden Städten an. Zum Programm gehören eine Gourmet-Meile, der Autosalon, zwei Bühnen mit Live-Bands, div. Fahrgeschäfte, ein Trödelmarkt, Show-Übung der Feuerwehr und als Höhepunkt das Abschlussfeuerwerk.

Auch das Lichterfest im Volksgarten gehört schon zu einem festen Bestandteil der Jahresplanungen. Mit Kerzen können Bilder auf die Wiesen gelegt werden, der Park ist mit verschiedenfarbigen Lampen und Fackeln beleuchtet und es gibt wieder ein Abschlussfeuerwerk.

An zwei Wochenenden im Dezember hat man die Möglichkeit, den Weihnachtsmarkt im Park von Haus Letmathe zu besuchen.

Verkehr

Bahnhof Letmathe im Stadtteil Genna
Bahnhof Letmathe im Stadtteil Genna

Weblinks

Quelle:
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