Levalloistechnik

Levailloiskern mit Abfall
Levailloiskern mit Abfall
Kernstein und Abschlag aus Silex, Haute-Saone
Kernstein und Abschlag aus Silex, Haute-Saone

Die Levalloistechnik bezeichnet die typische Steinbearbeitungstechnologie des Mittelpaläolithikums (mittlere Altsteinzeit, ca. 50 000–40 000 v. Chr., teilweise schon ab 100 000 v. Chr.), die vor allem vom Neandertaler genutzt wurde. Benannt wurde sie nach einem Fundort in einem Vorort von Paris, Levallois-Perret.

Gekennzeichnet ist diese Technologie durch eine aufwändige Präparation des Kernsteins, bevor ein Abschlag durch einen einzelnen gezielten Schlag gewonnen werden kann. Die so erzielten Abschläge sind häufig sehr groß und dünn. Diese Abschlagtechnik rationalisierte den Einsatz des gesuchten Rohstoffes Stein und führte zur Verfeinerung der damit hergestellten Werkzeuge. Es dürfte sich um eine Weiterentwicklung der Clacton-Technik handeln. Hergestellt wurden vor allem Faustkeile, Klingen, Spitzen und Schaber.

Verbreitet ist diese Technik im Moustérien und Châtelperronien und hielt sich bis zum Ende der Eiszeit. Einer der neueren bedeutenden Fundstellen für Levallois-Artefakte ist das Geiseltal südlich von Merseburg in Sachsen-Anhalt.


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