Lindenfels

Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Lindenfels
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Lindenfels hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Bergstraße
Koordinaten: 49° 41′ N, 8° 47′ O
Höhe: 220 – 575 m ü. NN
Fläche: 21,09 km²
Einwohner: 5220 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 248 Einwohner je km²
Postleitzahl: 64678 (alt: 6145)
Vorwahl: 06255
Kfz-Kennzeichen: HP
Gemeindeschlüssel: 06 4 31 015
Stadtgliederung: 7 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Burgstraße 39
64678 Lindenfels
Webpräsenz:
Bürgermeister: Oliver G. Hoeppner (LWG/CDU)

Lindenfels ist eine Stadt im Kreis Bergstraße, Hessen, Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Der heilklimatische Kurort, auch Perle des Odenwalds genannt, liegt im südhessischen Odenwald und ist eingebettet in eine herrliche Berglandschaft mit vielen Wäldern.

Inmitten der Stadt liegt die Burgruine Lindenfels, die heute ein beliebtes Ausflugsziel darstellt. Von dort aus hat man einen weiten Blick über das Weschnitztal. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Bismarckturm, das Haus Baur de Betaz, das äußere und das innere Fürther Tor, sowie verschiedene Fachwerkhäuser und Barockbauten, welche die Fußgängerzone Richtung Burg säumen (hierzu zählen u.a. das Rathaus und die katholische Kirche).

Burg, kath. u. ev. Kirche, Bürgerturm
Burg, kath. u. ev. Kirche, Bürgerturm

Nachbargemeinden und -kreise

Lindenfels grenzt im Norden an die Gemeinden Modautal und Fischbachtal (beide Landkreis Darmstadt-Dieburg), im Nordosten an die Gemeinde Brensbach, im Osten an die Gemeinde Reichelsheim (beide Odenwaldkreis), im Süden an die Gemeinde Fürth, sowie im Westen an die Gemeinde Lautertal.

Stadtgliederung

Zu Lindenfels gehören die Stadtteile Eulsbach, Glattbach, Kolmbach, Schlierbach, Seidenbuch, Winkel und Winterkasten[1].

Geschichte

Im Jahr 1123 wurde Lindenfels als Besitz des Klosters Lorsch erstmals urkundlich erwähnt. Seitdem gehörte der Ort nahezu 600 Jahre lang zur Kurpfalz. 1336 verlieh Kaiser Ludwig IV. Lindenfels die Stadt- und Marktrechte. 1802, nach dem Zerfall der Kurpfalz, kam Lindenfels zum Großherzogtum Hessen und war von 1821 - 1832 und 1852 - 1874 Kreisstadt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Lindenfels zur Amerikanischen Besatzungszone. Die amerikanische Militärverwaltung richtete ein DP-Lager ein zur Unterbringung jüdischer so genannter Displaced Persons (DP). Das Lager wurde im November 1948 aufgelöst.

Das Prädikat heilklimatischer Kurort wurde Lindenfels im Jahr 1969 verliehen.

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 38,3 12 37,3 12
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 8,7 3 8,1 2
FDP Freie Demokratische Partei 6,2 2 5,3 2
LWG/CDU Lindenfelser Wählergemeinschaft/Christlich Demokratische Union Deutschlands 46,9 14 49,3 15
gesamt 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 52,1 68,6

Bürgermeister

Oliver Hoeppner (LWG/CDU) ist seit 2001 Bürgermeister von Lindenfels. 2007 wurde er wiedergewählt.

Partnerstädte

Städtepartnerschaften gibt es mit folgenden Städten:

Veranstaltungen

Burgbeleuchtung zum Burgfest
Burgbeleuchtung zum Burgfest

Zu den bedeutendsten, jährlich stattfindenden Veranstaltungen gehören:

  • das traditionelle Burg- und Trachtenfest am 1. Augustwochenende. Mit Feuerwerk, Festzug und Volksfest auf der Burg.
  • das Burg Open Air Lindenfels (BOAL) am 2. Augustwochenende, bei welchem verschiedene Rockbands aus der Region auftreten.
  • das Mittelalterliche Spektakulum im Mai mit Ritterspielen.
  • die Brauchtumstage im Oktober, an denen althergebrachte Odenwälder Bräuche und Handwerkskunst präsentiert werden.
Feuerwerk zum Burgfest
Feuerwerk zum Burgfest

Bauwerke

Die Bismarck-Warte
Die Bismarck-Warte
  • Die Bismarck-Warte (einer der zahlreichen Bismarcktürme Deutschlands) befindet sich auf der Litzelröder Höhe, 452 Meter über NN. Sie wurde von 1906-1907 vom Verschönerungs- und Verkehrsverein und Odenwaldklub Lindenfels errichtet. Der Turm ist 12,3 Meter hoch und uneingeschränkt für die Allgemeinheit geöffnet. 1997-1998 wurde der Turm grundlegend saniert. Durch eine Treppe im Inneren gelangt man hinauf auf die begehbare Plattform, von der aus einen sehenswerten Ausblick auf die um Lindenfels gelegenen Täler genießen kann.
  • In der Nähe von Lindenfels befindet sich auf dem Krehberg bei der Koordinate 49° 10' 03 N, 08° 43' 50 O ein 122 Meter hoher Sendeturm der Deutschen Telekom AG für UKW, TV und Richtfunk. Besagter Turm besteht aus einem freistehenden Stahlfachwerkunterbau, auf dem ein abgespannter Sendemast montiert ist.


Söhne und Töchter der Gemeinde

Quellen

  1. http://www.lindenfels.de/sites/daten/statistik.htm

Weblinks

Quelle:
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