Linieninfanterie

Der Begriff Linieninfanterie entstand im 18. Jahrhundert, wandelte im 19. Jahrhundert seine Bedeutung und verlor sie im Ersten Weltkrieg. Zunächst grenzte er die breite Masse der Fußtruppen des stehenden Heeres von der Gardeinfanterie einerseits und den irregulären leichten Infanterieverbänden andererseits ab. Als die Leichte Infanterie zu einem Teil der Linientruppen wurde und Landwehren, Nationalgarden u. ä. Bestandteil der Kriegsführung wurden, diente der Begriff auch zur Abgrenzung gegenüber diesen. Mit dem Ende der Monarchien in Russland, Deutschland, Österreich und Frankreich verschwanden auch deren kaiserliche Garden und ihre Infanterie. Die völlige Mobilisierung im Ersten Weltkrieg hob die Trennung zwischen den alten Linientruppen und ihren Territorialverbänden weitgehend auf.

Heute spricht man allgemein vom Feldheer und dem Territorialheer, benutzt aber für die Infanterie des Feldheeres nicht mehr den Begriff Linieninfanterie.


Siehe auch: Linientaktik; Linienregiment

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