In den Mythologien der Völker finden sich eine Vielzahl von Göttinnen, die im jeweiligen polytheistischen Kontext unterschiedliche Aspekte des Lebens und des Geistes repräsentieren. Göttinnen finden sich in allen Kulturen und in vielen Kulturen war das Göttliche ursprünglich weiblich. So gilt es als wahrscheinlich, dass es im vorgeschichtlichen Europa keine männlichen Götter gab. Auch im mesopotamischen Raum gehören Göttinnen zu den ältesten Gottheiten und manche Forscher vermuten eine weibliche Dominanz, die bis in die Vorgeschichte zurückreicht, da ein Großteil der gefundenen Skulpturen weiblich sind und männliche Skulpturen eher die Ausnahme sind. Viele Zeugnisse der frühen Göttinnen deuten darauf hin, dass es in den Anfängen der menschlichen Kultur einen Kultus der großen Göttin oder großen Mutter gab, der weltweit in unterschiedlichen Formen ausgeübt wurde und in einigen Kulturen, z.B. im Hinduismus, immer noch lebt.
Das universelle Auftreten von Göttinnen in allen Kulturkreisen wird vielfach darauf zurückgeführt, dass es sich hierbei um eine Ausprägung des sog. Mutterarchetyps im Sinne der Analytischen Psychologie Carl Gustav Jungs handelt.
Die alten Göttinnen stehen oft in Zusammenhang mit Weltschöpfungsmythen, denn das weibliche Prinzip wird mit der Geburt, also der Geburt des Kosmos, assoziiert. Jedoch erscheint die Figur der Göttin in vielen Mythen auch als Gestalt, die dem geläufigen Bild des Weiblichen nicht zu entsprechen scheint. So wird sie auch in Zusammenhang gebracht mit Krieg, Jagd, Herrschaftsgewalt, Macht, vollkommenem Geist und autonomer Sexualität. Darüber hinausgehend wird sie in vielen Mythen auch mit dem Prinzip des Todes assoziiert, da das Leben gebende Weibliche, welches den Kosmos gebiert, das Leben auch wieder nimmt. In dieser Rolle als Lebens- und Todesgöttin wird das göttlich Weibliche in vielen Kulturen auch mit dem Schicksal in Verbindung gebracht. Durch die gegensätzlichen Attribute, die der Göttin zugeschrieben werden, erscheint sie auch als Verkörperung der Vereinigung der komplementären Gegensätze wie Schöpfung/Zerstörung, Leben/Tod, Liebe/Hass, Gut/Böse, Geist/Materie, Licht/Dunkel.
Die Liste umfasst auch Wesen, deren Rang als Gottheit ungesichert ist. Es werden auch weibliche mythische Wesen genannt, die teilweise sogar nur in der Folklore überliefert sind.
Inhaltsverzeichnis |
Alekto - Aphrodite - Artemis - Asteria - Ate - Athene - Atropos - Chariten - Daphne - Demeter - Dike - Eirene - Eos - Erinyen - Eris - Eurybia - Gaia - Gorgonen - Grazien - Hebe - Hekate - Hera - Hestia - Hygieia - Iris - Kalypso -Klotho - Kore - Kybele - Lachesis - Maia - Megaira - Moiren - Musen - Nemesis - Nike - Nymphen - Nyx - Peitho - Phanessa - Persephone - Rhea oder Rheia - Selene - Themis - Thetis - Thethys - Tisiphone - Tyche
Aurora - Bellona Bona Dea - Bubona - Ceres - Concordia - Grazien - Diana - Egeria - Flora - Fortuna - Iuno - Iustitia - Iuventas - Libertas - Luna - Maia (Römische Mythologie) - Minerva - Parzen - Pax - Pomona - Proserpina - Rhea Silvia - Tellus - Venus - Vesta- Matronen Cybele
Bei den germanischen Gottheiten ist zu berücksichtigen, dass ein und dieselbe Gottheit unter mehreren Namen bekannt war (im Christentum würde dies etwa den Begriffen: Erlöser, Jesus, Heiland, Herr etc. entsprechen). So stehen die ersten vier Namen in dieser Auflistung u. U. für unterschiedliche Aspekte der(selben) Göttin Freya.
Freya - Frigg - Frija - Gefjon - Hel - Idun - Nerthus - Nornen - Ostara - Skadi - Skuld - Sunna - Urd - Verdandi - Eir - Sif - Saga - Beyla - Wara - Nanna - Lofn - Laga - Syn - Snotra - Hilda - Siofna - Ran - Nott - Perchta - Walküren - Matronen - Tamfana - Baduhenna
Aerten - Áine - Ambeth - Anu - Andraste - Andastra - Ardwinna - Arianrhod - Badb - 3 Bethen: Ambeth, Borbeth, Wilbeth - Blodeuwedd - Borbeth- Brigantia - Brigid - Caireen - Ceridwen - Corra - Damona - Danu - Eithne - Epona - Genoveva - Gráinne - Luned - Macha - Mare - Matronen - Morrigan - Morgan LeFay - Noreia - Olwen - Rhiannon - Sheila na Gig - Sadbh - Sulis - Wilbeth
Baba Jaga - Dennitsa - Devana - Dodola - Kikimora - Kupalo - Lada - Marzanna - Matka - Mokosh - Mokosz - Poludnitsa - Vile - Zoria - Zorya
Aušrinė - Gabija - Juratė - Laima - Lado(na), Lada - Medeinė - Māra - Saule - Žemyna
Aditi - Anapurna - Bhawani - Devi - Diti - Durga - Ganga - Janaki - Kali - Lakshmi - Mahavidyas - Maya - Mohini - Nirrti - Parvati - Sarasvati - Shakti - Vak - Tara - Gayatri
Ajatar, Akka, Ilmatar, Juks-Akka, Kalma, Kipu-Tyttö, Kivutar, Louhi, Loviatar, Madder-Akka, Mielikki, Päivätär, Sar-Akka, Suonetar, Tellervo, Tuonetar, Tuulikki, Uks-Akka, Vammatar, Ved-Ava, Vellamo, Yambe-Akka
Anat - Astarte - Bastet - Hathor - Heket - Isis - Maat - Meschenet - Mut - Nechbet - Neith - Nephthys - Nut - Sachmet - Satet - Schu -Serket - Seschat - Sotis - Tawaret - Wadjet - Wosyet Amaunet - Tefnut - Toeris
Anat - Aschera - Astarte - Dea Syria
Ishtar oder Inanna - Lilith - Tiamat - Ereschkigal - Ninhursaga - Nintur
Chalchiuhtlicue - Chantico - Chicomecoatl - Cihuacoatl - Itzpapalotl - Tlazolteotl - Xochiquetzal
Ekajata - Grüne, Weiße, Rote, Blaue und Gelbe Tara + 21 verschiedene regenbogenfarbenen Taras
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