| Losse | |
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| Daten | |
| Lage | Hessen; Werra-Meißner-Kreis und Landkreis Kassel; zwi. Kaufunger Wald und Söhrewald und in Kassel |
| Länge | ca. 28,9 km |
| Quelle | nahe Hessisch Lichtenau |
| Mündung | zwi. Kassel und Niestetal in die Fulda |
| Einzugsgebiet | 120 km² |
Die Losse ist ein 28,9 km langer, rechter bzw. östlicher Zufluss der Fulda in Nordhessen (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Die Losse entspringt im Werra-Meißner-Kreis oberhalb der Kernstadt von Hessisch Lichtenau.
Nachdem ihr Wasser diesen Ort durchquert hat, fließt es zwischen Kaufunger Wald an den nördlichen Ufern und Söhre an den südlichen über Helsa und Kaufungen entlang der B 7 in westlicher Richtung in den Landkreis Kassel und unterquert die A 7 (200 m lange Brücke), welche hier die Grenze von Kaufungen nach Kassel bildet.
In Kassel durchfließt die Losse den Stadtteil Bettenhausen und bildet später die Grenze zur Unterneustadt, wonach sie an der Stadtgrenze zu Niestetal-Sandershausen im Rahmen des künstlich neu geschaffenen Lossedeltas (siehe unter Geschichte) in die Fulda mündet.
Das Einzugsgebiet der Losse umfasst 120 km².
Schon im Mittelalter wurde die Wasserkraft der schnell fließenden Losse zum Antrieb zahlreicher Mühlen genutzt. Im Lauf der Zeit siedelten sich 34 Mühlenbetriebe an, allein in Bettenhausen am Mühlenkanal der Losse waren es 12. Die Mühlen waren nur zum Teil Mahlmühlen, sehr viele von ihnen waren auch oder ausschließlich Industriemühlen, die dem Antrieb von Maschinen dienten. Viele Straßennamen in den Kasseler Stadtteilen Bettenhausen und Forstfeld erinnern noch an diese Mühlen. Genannt seien:
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Losse begradigt, um angrenzende Acker- und Weideflächen vor Hochwassern und Abtragung der Ufer zu bewahren. Hierdurch erhöhte sich die Fließgeschwindigkeit des Wassers, viele Tiere und Pflanzen starben aus und Hochwasser richteten besonders im flach gegliederten Unterlauf und damit in den Kasseler Stadtteilen immer wieder Schäden an (es liefen zum Beispiel Keller voll).
Anfang des 21. Jahrhunderts wurden nahezu im Bereich des gesamten Verlaufs der Losse umfangreiche Renaturierungsarbeiten durchgeführt, die auf einem 1998 begonnenen Konzept der Universität Kassel basieren und der Verbesserung der ökologischen Situation und auch dem Hochwasserschutz dienen; die Maßnahmen dauern teils weiterhin an.
Zwischen der zuvor genannten Autobahn-Unterquerung und der Einmündung der Losse in die Fulda – und damit in Kassel – wurden im Jahr 2004 (30. August bis 21. Dezember) unter anderen der teils kanalartige, in Betonmauern eingefasste Verlauf der Losse in ein natürliches Flussbett umgewandelt und Rückzugszonen für Tiere und Pflanzen errichtet.
Von September 2005 bis Februar 2006 wurde der vormals kanalartig begradigte Mündungsbereich der Losse – östlich des Kasseler Hafens gelegen – durch Einbeziehung von vorherigen Acker- und Wiesenflächen zum neu entstehenden Lossedelta aufgeweitet. Dazu wurden auf rund 60.000 m² Fläche etwa 63.000 m³ Erdmaterial ausgehoben. Fortan wird das etwa 400 m lange Delta von Flussschlingen, -verzweigungen und -inseln sowie kleinen Stillgewässern bestimmt. Zugleich wurden Bäume und Büsche angepflanzt.
Im Lossedelta sind Amphibien, Fische, Insekten und Vögel wie die Entwicklung des Landschaftsbilds sich selbst überlassen. Die Menschen können die Vorgänge in diesem künstlich geschaffenen Naturschutzgebiet von einem speziell hierfür aufgeschütteten Aussichtshügel, der sich nebst Infotafeln unterhalb des "Betriebshofs Stadtreiniger" nahe der über die Losse führenden Fuß- und Radwegbrücke befindet, beobachten.
Der Setzebach (5,1 km lang), der aus Richtung Süden in Niederkaufungen einmündet, und der Wedemannbach (5,0 km), der von Osten kommend in Helsa zufließt, sind die längsten Losse-Zuflüsse. Diese und weitere Zuflüsse sind − flussabwärts betrachtet:
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Zu den Ortschaften an bzw. unweit der Losse gehören − flussabwärts betrachtet:
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Durch das Tal der Losse verläuft zwischen Kaufunger Wald und Söhre von Hessisch Lichtenau über Helsa und Kaufungen nach Kassel ein Abschnitt der B 7, welche die A 7 (200 m lange Brücke) an der Grenze von Kaufungen und Kassel kreuzt. Durch das Lossetal führt auch ein solcher der Bahnstrecke Kassel–Waldkappel, die auch Lossetalbahn oder Kassel-Waldkappeler Eisenbahn genannt wird und entlang der Losse die zuvor genannten Ortschaften miteinander verbindet.
Webseiten des Kasseler Entwässerungsbetriebs (KEB) über die Losse: