Luftröhrenschnitt

(1) Schildknorpel(2) Ligamentum conicum(3)  Ringknorpel(4) Luftröhre(A) Koniotomie(B) Tracheotomie
(1) Schildknorpel
(2) Ligamentum conicum
(3) Ringknorpel
(4) Luftröhre
(A) Koniotomie
(B) Tracheotomie

Ein Luftröhrenschnitt ist eine Operation in der Intensivmedizin. Dadurch kann der Patient über eine längere Zeit unter Umgehung der natürlichen Atemwege (Mund, Nase, Kehlkopf) atmen oder beatmet werden. Diese Tracheotomie dient der langfristigen Sicherung der Atmung. Bei der Tracheotomie wird die Luftröhre unterhalb des Kehlkopfes eröffnet.

Als Luftröhrenschnitt wird zuweilen auch eine lebensrettende Maßnahme in der Notfallmedizin, die Koniotomie, verstanden, obwohl dabei die Luftröhre nicht betroffen ist. Diese wird bei einer Verlegung der oberen Atemwege mit der Unmöglichkeit der Intubation als Mittel der letzten Wahl durchgeführt, um den Patienten vor dem Ersticken zu bewahren. Dabei wird die Membran (Ligamentum conicum) zwischen Ringknorpel und Schildknorpel des Kehlkopfes horizontal durchtrennt oder mit einer Kanüle punktiert.

Beide Verfahren sind ärztliche bzw. notärztliche Eingriffe und auf keinen Fall Maßnahmen des Ersthelfers im Rahmen der Ersten Hilfe. Die richtigen Maßnahmen, die im Falle einer Atemwegsverlegung durchzuführen sind, werden im Artikel Verschlucken beschrieben, sie sollten in einem Erste-Hilfe-Kurs bei einer Hilfsorganisation erlernt werden.

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
Quelle:
Artikel Luftröhrenschnitt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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