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Die Luftwaffe ist neben dem Heer und der Marine eine Teilstreitkraft der deutschen Bundeswehr. Die Luftwaffe untersteht als Teil der Bundeswehr dem Bundesministerium der Verteidigung, kurz BMVg, und wird geführt durch den Führungsstab Luftwaffe. Oberster Befehlshaber ist nach dem Verteidigungsminister der Bundesrepublik Deutschland und dem Generalinspekteur der Bundeswehr der Inspekteur der Luftwaffe. Die höchsten Kommandobehörden der Luftwaffe sind das Luftwaffenführungskommando (LwFüKdo) und das Luftwaffenamt (LwA). Beide haben ihren Sitz im Fliegerhorst Köln-Wahn, welcher momentan die besatzungsstärkste Kaserne der Bundeswehr ist.
Dem Luftwaffenführungskommando sind die 1., 2. und 4. Luftwaffendivision, das Lufttransportkommando und das Führungszentrum nationale Luftverteidigung sowie der Führungsunterstützungsbereich Luftwaffe (FüUstgBerLw) unterstellt. Dem Luftwaffenamt unterstehen das Waffensystemkommando der Luftwaffe, das Luftwaffenausbildungskommando, der Generalarzt der Luftwaffe, sowie das Amt für Flugsicherung der Bundeswehr. Im Einsatz untersteht das Luftwaffenamt dem sonst als gleichwertig gewichteten Luftwaffenführungskommando.
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Die Luftwaffe der Bundesrepublik Deutschland verwendete ab ihrer (2.) Neugründung (siehe Wiederbewaffnung) also während des Kalten Kriegs hauptsächlich Lizenzbauten von Flugzeugen amerikanischen, französischen (Noratlas) und italienischen (Fiat G.91) Typs.
Für Verbindungseinsätze wurde die Dornier Do 27 eingesetzt.
1957 erhielt sie von den USA Kampflugzeuge vom Typ F-84 Thunderstreak. In den 1960ern war die Starfighter-Krise ein kontroverses Thema in der deutschen Politik. Aufgrund vieler Abstürze und Pannen wurden die Flugzeuge von der Bevölkerung belächelt und bekamen bei der Luftwaffe den ironischen Beinamen "Witwenmacher".
Ausgelöst war diese traurige Entwicklung durch das Bestreben, ein alles Könner, eine "eierlegende Wollmilchsau" zu bauen. Der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Strauß war an dieser Fehlentwicklung nicht ganz unschuldig.
Seit den 1970ern hat die westdeutsche und später die deutsche Luftwaffe immer den Bau eigener Flugzeugtypen in europäischen Kooperationen forciert, um die Abhängigkeit zu den Vereinigten Staaten zu verringern. Als Ergebnis dieser Bemühungen wurden der Panavia Tornado und heute der Eurofighter entwickelt. Für eine begrenzte Zeit wird allerdings noch das amerikanische Waffensystem F-4F Phantom im Einsatz sein.
Die ab 1987 bei den Luftstreitkräften der NVA eingeführten 24 MiG-29 wurden nach der Wiedervereinigung von der Luftwaffe in die Bundeswehr übernommen und ab dem Jahr 2003 ausgemustert, sie wurden nach Polen (zum symbolischen Preis von 1 €) verkauft. Bis dahin waren sie die einzigen Flugzeuge dieses Typs in den westeuropäischen Streitkräften und daher beliebte Trainingsobjekte in Manövern.
Zusätzlich zu den fliegenden Waffensystemen existieren noch mehrere Lufttransportgeschwader, welche hauptsächlich mit Transportmaschinen vom Typ Transall C-160 ausgestattet sind. In naher Zukunft sollen diese C-160 durch das neue Flugzeugmodell von Airbus, den Airbus A400M, ersetzt werden. Außerdem befinden sich noch innerhalb der Flugbereitschaft Bundesministerium der Verteidigung einige Maschinen vom Typ Airbus A310 und Kurzstreckenflieger (Challenger) zum Transport von Politikern und hohen Bundesbeamten.
Deutsche militärische Luftfahrzeuge werden seit 1968 mit Nummern gekennzeichnet, die einen Rückschluss auf Typ und Seriennummer zulassen (z. B. 35 01, mit Eisernem Kreuz zwischen den Zahlen). Eine genaue Zuordnung wird bei der Bundeswehr registriert, ist jedoch nicht öffentlich zugänglich. Eine Liste der Flugzeugkennungen und der entsprechenden Flugzeugtypen findet sich hier: [1].
Vor Einführung dieses Systems bestand ein System, bei welchem zwei Buchstaben mit zwei Zahlen kombiniert wurden. Die Buchstaben standen für die Einheit, der das Luftfahrzeug zugeordnet war. Eine Übersicht über diese Flugzeugkennungen findet sich hier: [2].
Als einziger Luftwaffenverband in Deutschland waren bis 1994 im Fliegerhorst Büchel noch Atomwaffen stationiert. Diese Atomwaffen unterstanden in Friedenszeiten den amerikanischen Streitkräften und mussten im Kriegsfall erst durch den Präsidenten der Vereinigten Staaten freigegeben werden. Die Luftwaffe trainierte hier im Rahmen der nuklearen Teilhabe den Einsatz von Atomwaffen durch Jagdbomber vom Typ Tornado.
In Friedenszeiten ist die Hauptaufgabe die Wahrung der Integrität des deutschen Luftraums („Air Policing“). Formell sorgt sie hierdurch für den Schutz der Bevölkerung und wichtiger Infrastruktur. Zusätzlich führt sie im Rahmen von UN-Hilfseinsätzen Transport-, Such- und Rettungsaufgaben durch.
Im Verteidigungsfall (V-Fall) schützt sie deutschen und alliierten Luftraum vor dem Eindringen feindlicher Streitkräfte. Ebenso führt sie zur Unterstützung der Boden- und Seestreitkräfte offensive Kampfeinsätze gegen gegnerische Truppen und strategisch wichtige Ziele aus. Im Rahmen von Bündnisfällen (NATO oder auch EU) kann die Luftwaffe zur Unterstützung von Operationen eingesetzt werden (s. dazu NATO-Vertrag, Artikel 5 - Einsätze, Krisenreaktion).
vorgesetzte Dienststellen/Schulen/Ausbildungseinrichtungen
Fliegende Verbände
Luftwaffenmusikkorps
Waffensystemunterstützungszentrum
Militärische Organisationsbereiche: Streitkräftebasis | Zentraler Sanitätsdienst
Zivile Organisationsbereiche: Territoriale Wehrverwaltung | Rüstungsbereich | Rechtspflege | Militärseelsorge