| Flagge | |
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| Stadtwappen | |
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| Basisdaten | |
| Staat: | Spanien |
| Region: | Autonome Region Madrid |
| Fläche: | 607 km² |
| Einwohner: | 3.233.054 (Stand 01/07) |
| Bevölkerungsdichte: | 5.190 Einwohner je km² |
| Höhe: | 667 m ü. NN |
| Geografische Lage: | 40° 25′ N, 3° 42′ W |
| Stadtgliederung: | 21 Distritos (Stadtbezirke) |
| Offizielle Website: | www.munimadrid.es |
| Politik | |
| Bürgermeister | Alberto Ruiz-Gallardón |
Madrid (dt. [maˈdʁɪt], span. [maˈðɾɪ(ð)]) ist die Hauptstadt Spaniens und der Autonomen Region Madrid.
Die Region zählt mit rund fünf Millionen Einwohnern im Großraum zu den größten Metropolen Europas. Die Stadt Madrid (ohne Vororte) ist mit rund 3,2 Millionen Einwohnern nach London und Berlin die drittgrößte in der Europäischen Union.
Madrid ist ein sowohl national als auch international bedeutendes Handels- und Finanzzentrum. Die Stadt bildet überdies den geographischen, politischen und kulturellen Mittelpunkt Spaniens. Madrid ist der Sitz der spanischen Regierung. In der Stadt residieren außerdem der König, der katholische Erzbischof sowie wichtige Verwaltungs- und Militärbehörden. In Madrid befinden sich sechs öffentliche Universitäten sowie verschiedene andere Hochschulen, Theater, Museen und Kultureinrichtungen.
Die Einwohner Madrids nennt man „Madrilenen“ (span. madrileños).
Inhaltsverzeichnis |
Madrid befindet sich im Zentrum Spaniens 667 m ü. NN. Die vom kleinen Fluss Manzanares durchflossene Stadt gehört zu der historischen Landschaft Kastilien. Nordwestlich der Stadt erheben sich die Berge der Sierra de Guadarrama, die im Peñalara 2.429 m hoch aufragen. Nach Osten öffnet sich das Tal des Henares, in dem Eisen- und Autobahnen nach Saragossa und Barcelona verlaufen. Etwa 50 km südlich, am Tajo, liegt Madrids „Mutterstadt“, die alte kastilische Hauptstadt Toledo.
Durch seine Höhenlage auf 665 m über dem Meeresspiegel und das kontinentale Klima sind die Sommer in Madrid heißer und trockener, die Winter jedoch deutlich kälter als etwa in den Städten am Mittelmeer. Die durchschnittliche Temperatur im Januar liegt bei etwa 4,9 °C, im Juli bei etwa 24,2 °C. Dabei ist es dann meist recht schwül.
In den Jahren 852 bis 886 wurde eine maurische Burg (alcázar) an der Stelle des heutigen Madrider Königspalastes errichtet. Die umgebende Anlage wurde magerit genannt, und ab 939 Madschrít. 1083 wurde Madrid kastilisch. Die Stadt wurde 1109 durch den Almoraviden Jusuf erfolglos belagert. Ein kleiner Teil der aus der arabischen Herrschaftszeit über Spanien stammenden Stadtmauern ist neben der Kathedrale immer noch vorhanden. 1309 fand hier die erste Zusammenkunft des Cortes de Castilla (Kastillischen Städteparlament) unter Fernando IV. statt (andere Angabe: 1239).
Mit der Verlegung der Corte (Parlament) im Jahr 1561 und der Residenz aus dem nahe gelegenen und wesentlich älteren Toledo durch Felipe II. im Jahr 1588 begann der Aufstieg der Stadt. Sie wurde faktisch zur offiziellen Hauptstadt Spaniens, was sie abgesehen von einer kleinen Unterbrechung von 1601 bis 1606 bis zum heutigen Tag ist. Der Teil von Madrid, der unter den Spanischen Habsburgern errichtet wurde, nennt sich bis heute „El Madrid de los Austrias“ (Das Madrid der Österreicher). In dieser Zeit wurden die Puerta del Sol, das Descalzas Reales, Palacio de Uceda, die Plaza de la Villa, das Schaustück Habsburgischer Architektur die Plaza Mayor sowie die Kathedrale von San Isidro erbaut.
Zwischen 1701 und 1713 fand der Spanische Erbfolgekrieg statt, 1706 folgte die englische und portugiesische Besetzung. Von 1808 bis 1813 war Madrid von den Franzosen besetzt, wobei Napoleons Bruder Joseph König wurde. Die Besatzer ließen Klöster und ganze Stadtviertel niederreißen, um neuen Platz zu schaffen. Mit dem Aufstand vom 2. Mai 1808 wurden weitere Erhebungen im gesamten Land hervorgerufen, in Madrid ist der 2. Mai daher heute arbeitsfreier Stadtfeiertag.
Von 1833 bis 1876 fanden die Karlistenkriege statt. Dabei wütete auch eine Choleraepedemie in Madrid. 1873 wurde die erste Republik durch den liberalen Politiker und Schriftsteller Emilio Castelar ausgerufen, und 1923 folgte die Militärdiktatur unter General Miguel Primo de Rivera. Am 14. April 1931 wurde in Madrid die Zweite Republik ausgerufen. Im Spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 1939 war Madrid bis zuletzt, und zwar bis zum 28. März, republikanisch und erlitt durch deutsche und italienische Bombardements schwere Zerstörungen. Nachdem sich die Nationalisten um den General Francisco Franco durchgesetzt hatten, prägte dessen Diktatur bis 1975 die Stadt. 1965 bis 1973 fanden zahlreiche Streiks und Studentenproteste statt.
Nach dem Tod Francos im Jahre 1975 gab es in Madrid eine Kulturbewegung, die Movida madrileña. Juan Carlos I. wurde König und leitete die Demokratisierung (Transición) ein, die jedoch am 23. Februar 1981 (23-F) durch einen Putschversuch einiger Offiziere der Guardia Civil und des Militär noch einmal gefährdet wurde. Einige davon hatten auch schon bei der Operación Galaxia 1978 mitgemacht. 1992 war Madrid „Kulturhauptstadt Europas“. 2004 wurden bei den Terroranschlägen auf vier voll besetzte Nahverkehrszüge 191 Menschen getötet.
Im Jahr 2005 scheiterte Madrid knapp bei der Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2012.
Siehe auch: Geschichte Spaniens
Madrid ist in 21 Stadtbezirke unterteilt, die ihrerseits wiederum in verschiedene Stadtteile (barrios) gegliedert sind:
Das Wappen der Stadt Madrid zeigt einen Bären, der sich gegen einen Erdbeerbaum reckt. Es symbolisiert die Einigkeit und Bedeutung von Klerus (dargestellt durch den Baum) und dem Adel (der Bär), die im Mittelalter das Land in und um Madrid zwischen sich aufgeteilt haben. Es findet sich auch im Wappen des Fussballvereins Atlético Madrid wieder.
Am Paseo del Prado befinden sich im sogenannten Museumsdreieck in Gehweite von wenigen hundert Metern drei der wichtigsten Museen der Welt: Museo del Prado, Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia und Museo de Arte Thyssen-Bornemisza
Der Flughafen Madrid-Barajas (MAD) ist mit rund 45 Mio. Passagieren einer der größten in Europa. Der Flughafen Madrid besitzt 4 Start-/Landebahnen (4.400/4.100/3.500/3.500).Die letzteren beiden Bahnen sind "Neubaubahnen", die erstere Bahn ist die längste in Europa.
Madrid hatte sich schon für die Olympischen Sommerspiele 2012 beworben, schied aber in einer äußerst knappen Wahl gegen Paris und dem späteren Sieger London aus. Am 6. Juni 2006 bewarb sich Madrid für die Spiele 2016, und am 30. Mai 2007 bestätigte das Spanische Olympische Komitee die Kandidatur.[2]
In Madrid befinden sich Flugzeug-, Fahrzeug-, Textil-, chemische und Nahrungsmittelindustrie.
Madrid ist Spaniens größter Verkehrs- und Eisenbahnknotenpunkt mit den Personenbahnhöfen Atocha und Chamartín sowie dem Rangierbahnhof Vicálvaro. Das Netz der Madrider U-Bahn gehört zu den größten der Welt. Die Vororte werden mit dem Cercanías-Vorortbahnsystem erschlossen.
Der internationale Flughafen Madrids, Barajas, liegt im Nordosten der Stadt und ist mit der Metro schnell zu erreichen.
Zu den zahlreichen Bildungseinrichtungen gehören die Universität Complutense Madrid (UCM, 1508 in Alcalá de Henares eröffnet, 1836 nach Madrid verlegt) sowie die Universidad Comillas (1892), die Polytechnische Universität Madrid (UPM, 1971), Universidad Autónoma (UAM, 1968]]), die Universität Carlos III (UC3M, 1989) und die Universidad Rey Juan Carlos (1996). Die spanische Fernuniversität UNED (Universidad Nacional Educación a Distancia) hat ihren Hauptsitz in Madrid. Ebenso befinden sich hier u. a. die Königlich Spanische Akademie sowie die Akademien der Schönen Künste, der Naturwissenschaften und der Sprachen. siehe auch: Liste der Universitäten in Madrid
Für weitere Personen siehe: Liste der Söhne und Töchter der Stadt Madrid.
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