Magdeburger Modell

Als Magdeburger Modell wird die Koalitionsregierung bezeichnet, mit welcher Reinhard Höppner von 1994 bis 2002 in Sachsen-Anhalt regiert hat.

Bei der Landtagswahl 1994 verfehlte die bisherige CDU-FDP-Koalition (Schwarz-Gelb) unter Ministerpräsident Bergner ihre Mehrheit, da die FDP die Fünfprozenthürde verfehlte und die CDU nur knapp vor der SPD stärkste Kraft wurde.

Rot-Grün als solches erzielte auch keine Mehrheit, so dass Höppner beschloss, eine von der PDS tolerierte rot-grüne Minderheitsregierung zu bilden. Mittels dieser Konstellation wurde Höppner Ministerpräsident.

Nach der Landtagswahl 1998 bildete Höppner eine von der PDS geduldete SPD-Minderheitsregierung, da die Grünen den Wiedereinzug in den Landtag verfehlten.

Insgesamt regierte Höppner acht Jahre lang in einer von der PDS geduldeten Minderheitsregierung, auf Grund des bisher einmaligen Charakters dieser Regierungsform wurde sie, entsprechend der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts Magdeburger Modell genannt.

2002 wurde die Regierung Höppners von einer CDU/FDP-Koalition unter Wolfgang Böhmer abgelöst.

Bei der Landtagswahl 2006 erzielten SPD und PDS zwar erneut eine rechnerische Mehrheit, jedoch wurde eine Neuauflage des Magdeburger Modells durch die Koalition der CDU mit der SPD abgelöst, da die SPD weniger Stimmen als die PDS erhielt und SPD-Spitzenkandidat Jens Bullerjahn eine Zusammenarbeit mit der PDS abgelehnt hatte.

 

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