| Maine | |||||
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| Liste der Bundesstaaten | |||||
| Hauptstadt: | Augusta | ||||
| Fläche: | 91.653 km² | ||||
| Einwohner: | 1.305.728 (16/km²) | ||||
| Mitglied seit: | 15. März 1820 | ||||
| Zeitzone: | Eastern : UTC−5/−4 | ||||
| Höchster Punkt: | 1.606 m (Mount Katahdin) | ||||
| Durchsch. Höhe: | 180 m | ||||
| Tiefster Punkt: | 0 m | ||||
| Gouverneur: | John Baldacci | ||||
| Post / Amt / ISO | ME / / US-ME | ||||
| Karte von Maine | |||||
| Leuchtturm am Portland Head | |||||
Maine [meɪn] ist ein Bundesstaat der USA. Wahrscheinlich ist er nach der französischen Landschaft Maine benannt, vielleicht ist der Name aber auch eine Kurzform von Mainland (Festland). Die postalische Abkürzung des Staates ist ME.
Inhaltsverzeichnis |
Maine liegt im äußersten Nordosten der USA.
Der höchste Punkt Maines ist der Mount Katahdin im Piscataquis County (1.606 m). Der Waldbestand Maines ist enorm. Es ist der US-Bundesstaat mit dem höchsten Waldanteil. Da mehr als 90 % der Fläche unter anderem mit Kiefern bewachsen ist, wird der Staat auch „Kiefernstaat“ genannt. Die landschaftliche Beschaulichkeit zieht zahlreiche Touristen an. Der Acadia-Nationalpark ist der einzige Nationalpark der Gegend und einer der meistbesuchten in den USA. Eastport ist die östlichste Stadt der USA.
Von den 91.653 km² Fläche sind 12,3 % (12.374 km²) Wasserflächen.
Das Land hat eine Ausdehnung von Nord nach Süd von 515 km zwischen 43° 4′ N und 47° 28′ N. Von West nach Ost hat das Land eine Breite von 305 km zwischen 66° 57′ W und 71° 7′ W.
Im Südosten von Maine befindet sich der Atlantik. Im Nordosten liegt die kanadische Provinz Neubraunschweig. Im Nordwesten befindet sich das ebenfalls kanadische Québec. Im Südwesten liegt New Hampshire.
Bis 1820 war Maine, obwohl nicht direkt daran angrenzend, ein Teil des Bundesstaats Massachusetts. Durch den Missouri-Kompromiss, der vorsah, dass der Sklavenstaat Missouri in die Union aufgenommen werden könnte, wenn gleichzeitig ein nicht sklavenhaltender Staat aufgenommen würde, um den Stimmengleichstand im Senat der Vereinigten Staaten zu erhalten, wurde es von Massachusetts abgetrennt und am 15. März als 23. Bundesstaat in die Union aufgenommen.
In Maine herrscht kontinentales Klima mit Durchschnittstemperaturen von bis zu −10 °C im Winter und bis zu 25 °C im Sommer.
Der Staat ist einer der bevölkerungsärmsten östlich des Mississippi River.
Maine hat 1.305.728 Einwohner (Stand: 2003), dies bedeutet Platz 40 unter den Bundesstaaten. Von den Einwohnern sind 96,5 % Weiße, 0,7 % Hispanics, 0,7 % Asiaten, 0,6 % Indianer, 0,5 % Schwarze und Afro-Amerikaner, sonstige 1 %.
| 1790 | 1800 | 1810 | 1820 | 1830 | 1840 | 1850 | 1860 | 1870 | 1880 | 1890 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 96.540 | 151.719 | 228.705 | 298.335 | 399.455 | 501.793 | 583.169 | 628.279 | 626.915 | 648.936 | 661.086 |
| 1900 | 1910 | 1920 | 1930 | 1940 | 1950 | 1960 | 1970 | 1980 | 1990 | 2000 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 694.466 | 742.371 | 768.014 | 797.423 | 847.226 | 913.774 | 969.265 | 992.048 | 1.124.660 | 1.227.928 | 1.274.923 |
Die wichtigste Landessprache ist Englisch. Daneben spielt das Französische eine große Rolle, vor allem durch die Einwanderung von Frankokanadiern. Es gibt noch die indianischen Sprachen Abnaki, Micmac und Passamaquoddy, die zu den Algonkin-Sprachen gehören, jedoch vom Aussterben bedroht sind. (siehe auch [1]).
| Nationalpark | Lage | Ansicht |
|---|---|---|
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Acadia-Nationalpark |
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Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita real GDP) lag im Jahre 2005 bei USD 29.822 (nationaler Rangplatz: 41).
Haupterzeugnisse der Landwirtschaft sind Meeresfrüchte (berühmt ist der Maine-Hummer), Geflügel, Eier, Kartoffeln, Molkereiprodukte, Viehzucht, Blaubeeren und Äpfel. Industrielle Erzeugnisse sind Papier, Holz und Möbel, Elektronik, Lebensmittel, Leder und Textilien. Maine ist Fremdenverkehrsgebiet für die Großstädte der amerikanischen Ostküste. Bekannt ist Kennebunkport mit dem Sommer-Weißen Haus des 41. US-Präsidenten George H.W. Bush.
Des Weiteren befindet sich der 49 km² große und über 1.600 Mann zählende US Navy Stützpunkt Brunswick Naval Air Station in Maine, welcher die einzige Militärbasis in New England darstellt. Stationiert sind hier Seeaufklärungs- und Transporteinheiten. Jedoch wurde im August 2005 beschlossen, dass der Stützpunkt geschlossen wird und dessen Einheiten nach Florida verlegt werden.
Der Bundesstaat Maine ist auch heute noch trotz der dünnen Besiedlung sehr gut durch Eisenbahnen erschlossen. Die erste Eisenbahn, die Bangor and Piscataquis Canal and Railroad, fuhr bereits im November 1836 und verband Bangor mit Old Town. Der weitere Ausbau des Streckennetzes ging hauptsächlich von Portland aus.
1842 wurde die Strecke nach Portsmouth durch Portland, Saco and Portsmouth Railroad eröffnet, die Verbindungen nach Boston und damit an das restliche US-Eisenbahnnetz hatte. 1846 eröffnete die Atlantic and St. Lawrence Railroad den ersten Streckenabschnitt der Strecke nach Montreal, die 1853 fertiggestellt wurde. Von 1849 bis 1855 ging die Verbindung Portland–Bangor (spätere Maine Central Railroad) abschnittsweise in Betrieb. Ab 1851 war Gorham durch die York and Cumberland Railroad angebunden, die 1871 Rochester erreichte. Die Verbindung nach Augusta wurde 1852 fertiggestellt. Ab 1869 eröffnete die Portland and Ogdensburg Railway abschnittsweise eine Eisenbahn in Richtung der White Mountains, die 1877 bis Swanton (Vermont) in Betrieb ging. 1873 eröffnete die Boston and Maine Railroad eine neue Hauptstrecke in Richtung Dover. Aufgrund der zahlreichen Bahngesellschaften, die sich in Portland trafen, jedoch jeweils einen eigenen Endbahnhof hatten, beschloss die Stadt, einen gemeinsamen Hauptbahnhof zu bauen, der 1888 durch die Portland Union Railroad Station Company eröffnet werden konnte.
Auch Bangor entwickelte sich zu einem Eisenbahnknotenpunkt. Von 1868 bis 1871 baute die European and North American Railway die Strecke nach Vanceboro und weiter nach Neubraunschweig. 1874 eröffnete die Eastern Maine Railway eine Strecke nach Bucksport, 1883 ging die Strecke der Maine Shore Line Railroad nach Mount Desert Ferry in Betrieb. 1905 schließlich nahm die Northern Maine Seaport Railroad die Nord-Süd-Tangente von South La Grange nach Searsport in Betrieb, die westlich an Bangor vorbeiführte. Die Bahnen von Bangor nach Vanceboro und nach Portland waren wie die Atlantic&St. Lawrence zunächst in einer Spurweite von 1676 Millimetern („Kolonialspur“) gebaut worden, mussten jedoch aus wirtschaftlichen Gründen bis 1877 in die in den USA allgemein übliche Normalspur (1435 mm) umgebaut werden.
Der Nordosten des Bundesstaats wurde ab 1893 hauptsächlich durch die Bangor and Aroostook Railroad erschlossen. Zahlreiche kleinere Gesellschaften erschlossen die weniger wichtigen Verkehrsachsen. Ab 1879 begann auch in Maine der Bau von Schmalspurbahnen, die eine Spurweite von 2 Fuß (610 mm) aufwiesen.
Ab Ende der 1920er Jahre begann der Rückbau des Eisenbahnnetzes. Zunächst verschwanden bis 1943 die Schmalspurbahnen. Von den ehemals wichtigen Hauptstrecken sind noch heute fast alle in Betrieb, lediglich die Strecken von Portland nach Portsmouth und in die White Mountains sind stillgelegt. Die meisten Nebenstrecken fielen jedoch im Laufe der Zeit der Konkurrenz Straße zum Opfer.
Personenverkehr gibt es nach 35-jähriger Unterbrechung erst seit 15. Dezember 2001 wieder, als die Amtrak die Expressverbindung Boston–Portland in Betrieb nahm. Viermal täglich besteht die Verbindung, die über die Strecke der ehemaligen Boston and Maine Railroad verkehrt. Den Güterverkehr auf dem noch bestehenden Netz wickeln hauptsächlich die Montreal, Maine and Atlantic Railway (im Norden) und die Pan Am Railways ab. Dazu kommen noch die lokalen Gesellschaften Eastern Maine Railway, Maine Eastern Railroad, New Hampshire Northcoast und die St. Lawrence and Atlantic Railroad sowie die Rangiergesellschaft Turners Island LLC. Insgesamt bestand zum 31. Dezember 2005 ein Streckennetz von 1.869 km. Es wurden 2005 rund 7 Millionen Tonnen Güter mit insgesamt 101.652 Wagenladungen bewegt. Wichtigstes Transportgut waren dabei Papiererzeugnisse.
Die wichtigsten staatlichen Hochschulen sind in dem University of Maine System mit Hauptstandort in Orono zusammengefasst. Weitere Hochschulen sind in der Liste der Universitäten in Maine verzeichnet.
Der fiktive Ort "Derry" in Maine ist Schauplatz in mehreren Büchern von Stephen King: Autopsy Room Four, Bag of Bones (Sara), Dreamcatcher (Duddits), Insomnia (Schlaflos), IT (Es), Storm of the Century (Der Sturm des Jahrhunderts), Tommyknockers (Das Monstrum). Außerdem gibt es den Ort Castle Rock, der in etlichen Werken Kings (Castle-Rock-Zyklus) auftaucht.
Das 1985 erschienene Werk "The Cider House Rules" (Gottes Werk und Teufels Beitrag) des US-Amerikanischen Autors John Irving spielt ebenso in Maine wie verschiedene Filme, z.B. Der Mann ohne Gesicht und Die Verurteilten.
Der Hauptcharakter David Webb/Jason Bourne aus der Bourne Trilogie des amerikanischen Autors Robert Ludlum wählt Maine nach seiner Rückkehr in die USA als Wohnsitz und kurze Passagen der Bücher spielen dort. Außerdem beginnt die von Eric van Lustbaden nach Ludlums Tod veröffentlichte Fortsetzung der Trilogie in Maine.
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Brockhaus-1911: Maine [4] · Maine-et-Loire · Maine [3] · Maine · Maine [2]
DamenConvLex-1834: Maine, Anne Luise von Bourbon, Herzogin von
Eisler-1912: Maine, Sir Henry James Sumner · Maine de Biran, François Pierre Gauthier
Heiligenlexikon-1858: Cuthbertus Maine (2)
Herder-1854: Maine [3] · Maine [4] · Maine [1] · Maine [2]
Meyers-1905: Maine [4] · Maine [5] · Maine-et-Loire · Maine [3] · Maine de Biran · Maine [1] · Maine [2]
Pierer-1857: Maine [2] · Maine [3] · West-Maine · Maine de Biran · Maine u. Loire · Maine [1]