Malzbier ist ein obergäriges Vollbier mit einer durchschnittlichen Stammwürze von 11,7 %. Es hat eine dunkle, fast schwarze Farbe, die durch die Mischung von hellem und dunklem Gerstenmalz entsteht. Malzbier wird genauso wie andere Biere gebraut, allerdings wird die Hefe bei ungefähr 0 °C zugegeben. Dadurch gärt es nicht, und es entsteht praktisch kein Alkohol. Die Marke Karamalz beispielsweise hat einen Alkoholgehalt von 0,2 Vol-%. und darf daher als „alkoholfrei“ in den Markt gebracht werden. Außerdem wird noch Kohlensäure und Zucker (meist in Form von Zuckerkulör) zugesetzt. Der Zucker dient dabei insbesondere als Farbstoff. Einige Hersteller (z. B. Karamalz, Boltens Caramel) bieten kalorienarme Malzbiere an.
Malzbier wird wie die meisten Biere kühl getrunken. Auch kann es als „Schuss“ in hellen Bieren verwendet werden. Beim Hinzufügen von Malzbier in Altbier spricht man dagegen nicht von Alt-Schuss (Altbier mit Cola) sondern von einem Krefelder. Darüberhinaus gibt es natürlich zahllose Abwandlungen von Malzbier wie Malzbier mit Früchten, Malzbierbowle usw.
Ein Vorläufer des heutigen Malzbiers ist die „Braunschweiger Mumme“, die ihren Ursprung als alkoholhaltiges Starkbier im mittelalterlichen Braunschweig hat (1390 erstmals urkundlich erwähnt) und in abgewandelter Form – nämlich alkoholfrei – noch heute dort produziert wird.
Im Jahr 1960 gab es einen Streit, da es in Bayern verboten ist, Malzbier mit Zuckerzusatz herzustellen. Es entschied dann der Bundesgerichtshof, dass es nur unter dem Namen Malztrunk im Handel geführt werden darf. Bekannte Marken sind Vitamalz und Karamalz. Es gibt allerdings noch einige wenige echte Malzbiere, beispielsweise „Koch'sches Malzbier“ von der Kölner Brauerei Schwartz KG (Brauerei zur Malzmühle). Hier sind beispielsweise die Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz, Zucker, Weizenmalz, Farbmalz, Kulör und Naturhopfen; bei einem Alkoholgehalt von 2,0 %.
Siehe auch: Root Beer