| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Manche mögen’s heiß |
| Originaltitel: | Some Like It Hot |
| Produktionsland: | USA |
| Erscheinungsjahr: | 1959 |
| Länge (PAL-DVD): | 120 Minuten |
| Originalsprache: | englisch |
| Altersfreigabe: | FSK 18 (Originalbewertung) |
| Stab | |
| Regie: | Billy Wilder |
| Drehbuch: | Billy Wilder, I. A. L. Diamond |
| Produktion: | Billy Wilder |
| Musik: | Adolph Deutsch |
| Kamera: | Charles Lang |
| Schnitt: | Arthur P. Schmidt |
| Besetzung | |
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Manche mögen’s heiß ist eine Travestie-Komödie aus dem Jahr 1959. Geschrieben wurde sie von I. A. L. Diamond und Regisseur Billy Wilder nach einer Geschichte von Robert Thoeren und Michael Logan.
Inhaltsverzeichnis |
Die Handlung spielt während der Prohibition im Chicago der späten 1920er Jahre. Als der illegale Nachtclub, ein sogenannter „Speakeasy“, in dem sie bisher aufgetreten sind, nach einer Razzia geschlossen wird, haben die Musiker Joe und Jerry Probleme, eine neue Anstellung zu finden. Ihr Agent hat keine Verpflichtung für sie und nimmt sie auch noch mit der Anfrage einer Damenkapelle nach zwei Musikerinnen auf die Schippe.
Beide erhalten schließlich dennoch einen Tipp für eine mögliche, allerdings außerhalb liegende Verpflichtung. Um sich dort vorstellen zu können, schwatzen sie Nellie, einer vernachlässigten Freundin von Joe, deren Wagen ab. Als sie diesen abholen wollen, werden sie beim Auftanken des Wagens in der Autowerkstatt unbeabsichtigt Zeugen des Valentinstag-Massakers unter Gangstern. Spats Colombo (in der deutschen Synchronfassung „Gamasche“ oder „Gamaschen Colombo“ genannt) lässt eine mit ihm rivalisierende Gang, die in dieser Werkstatt ihr Quartier unterhält, exekutieren, und erledigt dabei neben dem Gangsterboss Toothpick Charley (deutsch: „Zahnstocher Charlie“) auch den Tankwart der Werkstatt gleich mit, damit es später keine Zeugen für den Vorfall gibt.
Joe und Jerry können zwar fliehen, ihre Flucht bleibt aber nicht unbemerkt. Sie müssen dringend Chicago verlassen, um nicht Spats' Schergen in die Hände zu fallen.
In ihrer Not erinnert sich Joe an die Anfrage der Damenkapelle und ruft mit verstellter Stimme bei seinem Agenten an, um sich und Jerry engagieren zu lassen. Da die Stellen noch frei sind, verkleiden sie sich als Frauen, und es gelingt ihnen, als Josephine (Joe) und Daphne (Jerry) von der Kapelle aufgenommen zu werden.
Auf der Bahnfahrt zu ihrem Engagement in Florida verlieben sich beide in die Ukulele-Spielerin und Sängerin „Sugar“. Obwohl Joe und Jerry ihre wahre Identität – und damit ihr Geschlecht – auch ihr gegenüber nicht preisgeben können, rivalisieren beide um Sugars Zuneigung.
Als die Damenkapelle Miami erreicht, um dort im Hotel „Seminole Ritz“ aufzutreten, verliebt sich der lebenslustige Millionär Osgood Fielding III. in Daphne (Jerry), während sich Joe eine neue Identität zulegt, um sich Sugar als Mann nähern zu können. Er gibt sich Sugar gegenüber als Millionär „Junior“ aus und kann sich geschickterweise die Yacht von Osgood für ein nächtliches Treffen mit Sugar ausleihen, da er Jerry überzeugt hat, mit Osgood für diesen Zeitraum auswärts tanzen zu gehen, anstatt sich auf dem Boot zu treffen.
Unglücklicherweise hat auch die Mafia zu einer Konferenz im selben Hotel eingeladen, und Spats Colombo und seine Gang sind als Abordnung aus Chicago ebenfalls Teilnehmer dieser Zusammenkunft. Voller Panik versuchen sich Joe und Jerry vor der Gang zu verstecken, landen dabei aber genau unter den Tischen der „Freunde der italienischen Oper“ und erleben so die Liquidierung von Spats Colombo und seinen Anhängern durch einen Attentäter, der aus einer überdimensionalen Geburtstagstorte hervorspringt, unmittelbar mit.
Es folgt eine weitere turbulente Verfolgungsjagd, an deren Ende Jerry, Joe, Sugar und Osgood mit Osgoods Yacht fliehen wollen. Auf der Fahrt zur rettenden Jacht gesteht Jerry seinem Verehrer Osgood, dass er in Wahrheit gar keine Frau ist, und lüftet zum Beweis seine Perücke, was Osgood gelassen mit den Worten „Niemand ist vollkommen!“ (Original engl.:Nobody's perfect!) aufnimmt.
Das Lexikon des internationalen Films preist den Film – hauptsächlich wegen der darstellerischen Leistung der Hauptdarsteller, Wilders glänzender Regie und des humorvoll nostalgischen Drehbuchs – als „umwerfende Farce“. Prisma Online schreibt: Billy Wilder gelang eine wirklich umwerfend witzige Komödie mit brillanten Darstellern, schwungvollen Dialogen und dem vielzitierten Schlusssatz "Nobody is perfect". Außerdem ist Wilder hier auch ein für damalige Verhältnisse recht frivoler Umgang mit Geschlechterrollen gelungen. Ein Film, der nichts von seiner Frische eingebüßt hat und auch in der x-ten Wiederholung höchst unterhaltsam ist.
Hift in Variety: Some like it hot, meisterhaft in Szene gesetzt von Billy Wilder, ist wohl der witzigste Film seit langem. Es ist eine verrückte, clevere, burleske Komödie, die wie ein Feuerwerk beginnt und bis zum Schluss die tollsten Funken sprüht... Es mag sich abgedroschen anhören, aber Marilyn sah noch nie besser aus. Ihre Leistung als Sugar, die üppige Blondine mit Vorliebe für Saxophonspieler und Männer mit Brille, hat etwas auf köstliche Weise Naives. Sie ist eine Komödiantin mit jener Mischung aus Sexappeal und Gespür für den richtigen Moment, die unschlagbar ist.
Der Film wurde für sechs Oscars nominiert, musste dann aber in je zwei Kategorien Ben Hur sowie dem Tagebuch der Anne Frank den Vortritt lassen. Die begehrte Trophäe konnte er immerhin für die besten Kostüme gewinnen. Bei der Golden Globe Verleihung wurde der Film als beste Komödie ausgezeichnet. Jack Lemmon und Marilyn Monroe erhielten die Preise als beste Schauspieler in einer Komödie. Das American Film Institute wählte den Film auf Platz 1 der 100 besten amerikanischen Filmkomödien aller Zeiten und auf Platz 14 der 100 besten Filme aller Zeiten.
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