Margarethe von Parma

Ausschnitt aus einem Porträt Margarethe von Parmas von Antonio Moro
Ausschnitt aus einem Porträt Margarethe von Parmas von Antonio Moro

Margarethe von Parma (* 28. Juli 1522; † 18. Januar 1586 in Ortona), uneheliche Tochter Kaiser Karls V. und der Johanna van der Gheynst, einer Flämin, wurde ab 1531 am Hof ihrer Tante Maria, der ungarischen Königinwitwe und Statthalterin der Niederlande in Brüssel erzogen und 1536 in erster Ehe mit Alessandro de Medici, in zweiter 1538 mit Ottavio Farnese, Herzog von Parma und Piacenza (* 1526), vermählt.

Als ihr Halbbruder Philipp II. 1559 die Statthalterschaft über die Niederlande abgab, ernannte er Margarethe zu seiner Nachfolgerin, die sich dadurch auch von ihrem ungeliebten zweiten Mann entfernen konnte. Anfangs stützte sie sich auf ihren Berater Granvelle, der allerdings ihre auf Versöhnung ausgerichtete Politik angesichts der beginnenden Rebellion mit seiner strengen Haltung unterlief. Nach gewissen politischen Erfolgen erschien im August 1567 Herzog Alba mit ausgedehnten Vollmachten, so dass Margarethe ihr Amt nur noch als bloßen Titel führte. Bald gab sie auch diesen auf und kehrte Ende Dezember 1567 zu ihrem Gemahl nach Italien zurück, wo sie 1586 in Ortona starb. Ihr Sohn Alexander von Parma wurde 1578 zum Statthalter der Niederlande ernannt.


Literatur

Friedrich Weissensteiner, Habsburgerinnen auf fremden Thronen, Ueberreuter 2006


Quelle:
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