| Die Artikel Marktlücke, Marktnische und Nischenmarkt überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Die Diskussion über diese Überschneidungen findet hier statt. Bitte äußere dich dort, bevor du den Baustein entfernst. Gratisaktie 21:44, 12. Sep 2006 (CEST) |
Als Marktnische wird ein Ausschnitt aus dem Gesamtmarkt (Teilmarkt, Marktsegment) bezeichnet, dessen Bedürfnisprofil von aktuellen Wettbewerbern noch nicht (Marktlücke bzw. manifeste Nische, Basisnische, präkompetetive Nische, preinteractive niche, virtual niche) oder unzureichend (Versorgungslücke bzw. latente Nische, eigentliche/tatsächliche Nische, postkompetetive Nische, postinteractive niche, realized niche) erfüllt wird.
Eine Marktnische kann sich zu einem Nischenmarkt entwickeln oder unentwickelt bleiben.
Inhaltsverzeichnis |
Der Nischenbegriff in der Wirtschaftswissenschaft findet seinen Ursprung in der Biologie. Darwin führte 1859 den Begriff der ökologischen Nische im Rahmen seines biologischen Evolutionskonzeptes in die Wissenschaft ein. In die Wirtschaftswissenschaft gelang der Nischenbegriff insbesondere durch die auf Joseph Schumpeter aufbauende Evolutionsökonomik (auch: Evolutorische Ökonomik) sowie den marktpsychologischen Ansatz von Bernt Spiegel.
Marktnischen und damit den aus der Perspektive der Angebotssicht bearbeitenden Unternehmen (Nischenkonkurrent, Nischenanbieter) wird eine hohe Rentabilität aufgrund spezifischer Nischeneconomies (im Gegensatz zu Economies of Scale und Scope) nachgesagt. Im Gegensatz zu Generalisten realisieren Nischenkonkurrenten ihre Wettbewerbsvorteile durch Spezialisierung, Individualisierung und Konzentration.