| Filmdaten | |
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| Deutscher Titel: | Marty |
| Originaltitel: | Marty |
| Produktionsland: | USA |
| Erscheinungsjahr: | 1955 |
| Länge (PAL-DVD): | 91 Minuten |
| Originalsprache: | Englisch |
| Altersfreigabe: | FSK 12 |
| Stab | |
| Regie: | Delbert Mann |
| Drehbuch: | Paddy Chayefsky |
| Produktion: | Paddy Chayefsk Harold Hecht Burt Lancaster |
| Musik: | Roy Webb Joseph Harnell |
| Kamera: | Joseph LaShelle |
| Besetzung | |
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Marty ist ein Filmdrama des Regisseurs Delbert Mann aus dem Jahr 1955.
Inhaltsverzeichnis |
Marty Piletti, ein korpulenter italoamerikanischer Metzger lebt mit 34 Jahren immer noch bei seiner Mutter Theresa. Er ist kontaktscheu und verbringt seine Abende am liebsten allein vor dem Fernseher. Als ihn seine Mutter drängt, endlich eine Frau zu suchen, lernt er in einem Tanzlokal die Lehrerin Clara kennen, die am selben Abend von ihrem Liebhaber verstoßen wurde. Die beiden kommen sich näher und werden ein Paar. Martys Freunde reagieren mit Spott auf die Beziehung und bezeichnen Clara als hässlich und zu alt. Auch Theresa ist auf einmal gegen eine Hochzeit ihres Sohnes, da sie befürchtet, ihn an eine andere Frau zu verlieren. Marty beschließt jedoch gegen alle Widerstände, Clara zu heiraten.
Marty basiert auf Delbert Manns gleichnamigen Fernsehfilm von 1953, in dem Rod Steiger die Hauptrolle spielte. Das Drehbuch schrieb ebenfalls Paddy Chayefsky.
Die Leinwandadaption wurde von Harold Hecht und dem Schauspieler Burt Lancaster produziert. Gerüchten zufolge spekulierten sie auf einen Misserfolg, um eine Steuervergünstigung zu erhalten.
Rod Steiger wurde nicht erneut besetzt. Stattdessen erhielt Ernest Borgnine die Hauptrolle, der bereits für Verdammt in alle Ewigkeit und Vera Cruz mit Lancaster vor der Kamera gestanden hatte.
Die Dreharbeiten fanden im Herbst 1954 statt, das Budget betrug etwa 343.000 Dollar. Marty ist bis heute der einzige Film, für dessen Werbekampagne mehr Geld ausgegeben wurde (nämlich 400.000 Dollar) als für die Produktion selbst. Am 11. April 1955 wurde der Film in New York uraufgeführt. Am 2. September 1955 kam er in die deutschen Kinos. 1959 wurde Marty als erste amerikanische Nachkriegs-Produktion auch in der Sowjetunion gezeigt. Der Film war ein weltweiter Erfolg und spielte rund drei Millionen Dollar Gewinn ein.
1991 drehte Chris Columbus unter dem Titel Mama, ich und wir zwei und John Candy in der Hauptrolle ein Remake des Stoffes.
Der Spiegel: "Die einfache, rührende, ein wenig lehrhafte Fabel gedeiht unter den Händen des Regisseurs Delbert Mann zu einem sehr aufrichtigen Bild des Lebens der kleinen Leute in Amerika. Einige Familien-Dialoge und triste Amüsier-Szenen sind filmnovellistische Meisterstücke."
Time: "The actors, under shrewd direction, prove almost everywhere as good as their material. (…) Ernest Borgnine as Marty lives up to all the promise he showed as the sadist in 'From Here to Eternity', and at the same time brilliantly shatters the type-cast he molded for himself in that picture. His Marty is fully what the author intended him to be - a Hamlet of butchers."
Die Europapremiere des Films fand im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 1955 statt, bei denen Marty die Goldene Palme als Bester Film und Delbert Mann einen OCIC-Award erhielten.
Marty war die erste amerikanische Produktion, die mit einer Goldenen Palme ausgezeichnet wurde.
Bei den Oscars 1956 war der Film für den Besten Nebendarsteller (Joe Mantell), die Beste Nebendarstellerin (Betsy Blair), das Beste Schwarzweiß-Szenenbild (Ted Haworth, Walter M. Simonds und Robert Priestley) und die Beste Schwarzweiß-Kamera (Joseph LaShelle) nominiert und erhielt Auszeichnungen in den Kategorien Bester Film (Harold Hecht), Beste Regie (Delbert Mann), Bestes Drehbuch (Paddy Chayefsky) und Bester Hauptdarsteller (Ernest Borgnine).
Delbert Mann war der erste Regisseur, der für sein Debüt mit dem Regie-Oscar ausgezeichnet wurde. Marty ist bis heute der kürzeste Film, der jemals den Oscar als Bester Film erhielt und der einzige, der gleichzeitig die Goldene Palme von Cannes gewinnen konnte.
Ernest Borgnine und Betsy Blair erhielten bei den BAFTA-Awards 1956 Darstellerpreise, der Film selbst eine Nominierung.
Bei den dänischen Bodil-Awards wurde Marty als Bester amerikanischer Film ausgezeichnet. Der Film erhielt außerdem einen Directors Guild of America-Award, einen Writers Guild of America-Award, zwei New York Film Critics Circle Awards als Bester Film und für den Besten Hauptdarsteller, zwei National Board of Review-Awards als Bester Film und für den Besten Hauptdarsteller und einen Golden Globe Award als Bestes Drama.
1994 wurde Marty in das National Film Registry aufgenommen.