| Masernvirus | ||||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||
| Morbilli | ||||||||||||||
Das Masernvirus ist ein ausschließlich humanpathogener etwa 120-140 Nanometer großer Erreger der Masern aus der Familie der Paramyxoviridae (Gattung Morbilliviren). Das einzige Reservoir bildet der infizierte Mensch.
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Die Hülle des Masernvirus ist lipidhaltig, was die Kontagiosität erhöht. In der Hülle ist weiter Hämagglutinin, jedoch keine Neuraminidase enthalten. Das Masernvirus ist sehr empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen wie erhöhten Temperaturen, Licht, UV-Strahlen, Fettlösungs- und Desinfektionsmitteln.
Das Virus kommt in mehreren stabilen Genotypen – in Mitteleuropa C2 und D6 – vor, weshalb die weltweiten Infektionswege genau nachvollzogen werden können.
Da es auch nur in einem stabilen Serotyp auftritt, war die Herstellung eines gut wirksamen Impfstoffes möglich.
Das Virus wird nur von Mensch zu Mensch übertragen, ist also theoretisch ausrottbar. Es verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Sprechen) oder direkten menschlichen Kontakt. Eine Infektion ist bereits bei kurzer Exposition möglich, der Kontagionsindex liegt bei 0,95. Das heißt, dass sich 95 % aller Menschen ohne entsprechende Immunität infizieren und daraufhin klinische Erscheinungen entwickeln.
Der Nachweis erfolgt durch ELISA und KBR (Komplement Bindungsreaktion) – Antikörpernachweis. Der Nachweis der Virus-RNA ist aufwändig und erfolgt nur in Speziallaboren.