Der Master of Business Administration (MBA) ist ein akademischer Grad, der meist durch einen postgradualen Studiengang der Betriebswirtschaft erlangt wird, das Studium kann aber auch als normale Weiterführung des Undergraduate-Studiums (sog. „Junior-MBA“) aufgenommen werden.
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Der Studiengang hat seinen Ursprung in den USA. 1902 wurden am Dartmouth College, Hanover, New Hampshire, USA die ersten Studenten zum Master of Business Administration graduiert.
Ein MBA-Studium richtet sich vor allem an Ingenieure, Natur- und Geisteswissenschaftler, Juristen und Mediziner, die ihr Einsatzspektrum um Managementpositionen erweitern wollen und eine Alternative zu einem betriebswirtschaftlichen Aufbaustudium suchen. Es können sich jedoch auch Wirtschaftswissenschaftler durch ein MBA-Studium spezialisieren.
Man erwirbt im Laufe eines MBA-Studiums neben betriebswirtschaftlichen Grundkenntnissen vor allem Denk- und Arbeitsinstrumente der Unternehmensführung sowie Sozialkompetenz.
Im Allgemeinen ist das MBA-Studium ein generalistisches Managementstudium. Allerdings werden auch MBA-Programme mit einer Spezialisierung angeboten, wie z. B. MBA in Arts Management, MBA in Business Engineering, MBA in Project Management oder MBA in Real Estate Management.
Um zu einem MBA-Studium zugelassen zu werden, haben die Universitäten verschiedene Zulassungsbedingungen gesetzt. In der Regel sind folgende Punkte zu erfüllen:
Das Curriculum eines MBA-Studiums deckt alle praxisrelevanten Managementfunktionen ab, z. B.:
Außerdem beinhalten die Curricula als Pflichtfächer meist
Neben Pflichtfächern können an vielen Business Schools aus einem breitgefächertem Programm Wahlfächer belegt werden.
Ein MBA-Studium zeichnet sich durch starken Praxisanteil und unkonventionelle Lehrmethoden, wie etwa Fallbetrachtung, Gruppenarbeit und Projektarbeit aus. Nach allen erbrachten Prüfungsleistungen wird ein MBA-Studium meist mit dem Verfassen einer Masterthesis bzw. Masterarbeit und deren Verteidigung zum Abschluss gebracht. MBA-Absolventen mit Prädikatsabschluss haben außerdem die Möglichkeit, zum Doctor of Business Administration (DBA) zu promovieren.
Häufig beinhaltet das Curriculum auch einen Auslandsaufenthalt.
Die Studiengebühren variieren in Europa stark, einige sind kostenlos, bei anderen werden hohe Gebühren erhoben. Dabei handelt es sich um die reinen Studiengebühren. Kosten für Studienmaterialien und Unterkunft sind bei den angegebenen Preisen in der Regel nicht enthalten.
Das Studium wird aufgrund der hohen Nachfrage aus den Reihen berufstätiger Akademiker auch berufsbegleitend in Form eines Teilzeitstudiums oder Fernstudiums mit Präsenzveranstaltungen, zum Teil verbunden mit einem Auslandsaufenthalt, angeboten. Die Studienzeiten variieren zwischen zwei und acht Jahren.
Um ganz sicher zu gehen, dass das ausgewählte MBA-Studium ein bestimmtes Qualitätsniveau hält, kann man sich an den Akkreditierungsorganisationen wie z. B. ACICS, AQAS, AACSB, AMBA, EQUIS, FIBAA oder den vom Akkreditierungsrat anerkannten Akkreditierungsagenturen in Deutschland orientieren. Darüber hinaus können MBA-Schulen auch durch ministerielle Verordnungen geregelt werden, wie z. B. die IMADEC University in Wien. Diese Organisationen bzw. die Ministerien verlangen von den Anbietern die Einhaltung qualitativer Mindeststandards.
Wer an einer staatlichen Universität oder staatlich anerkannten privaten Universität innerhalb des Geltungsbereichs der Europäischen Union ein MBA-Studium absolviert, benötigt zum Tragen des akademischen Grades diese Akkreditierung im europäischen Raum nicht, da der Grad durch die Bologna-Erklärung – wegen der staatlichen Legitimation im Ursprungsland – als „gleichwertig“ eingestuft wird.
Weitere Hinweise auf die Qualität eines MBA-Programms kann man den einschlägigen Ranglisten entnehmen, die beispielsweise von Financial Times, Wall Street Journal oder Business Week veröffentlicht werden. Wenngleich die Kriterien, anhand derer die Ranglisten erstellt werden, je nach Quelle sehr unterschiedlich und auch umstritten sind, geben sie doch Hinweise auf das Renommée von MBA-Programmen und Business Schools. Im Jahr 2005 trat die Harvard Business School von sämtlichen MBA-Rankings zurück, da einige auch renommierte MBA-Schulen zweifelhafte und gefälschte Absolventenstatistiken veröffentlichten, um so eine große Anzahl von Bewerbern zu bekommen.
Das MBA-Studium qualifiziert für anspruchsvolle Tätigkeiten und kann Karriereperspektiven weltweit erweitern, da es sich um einen international anerkannten akademischen Grad handelt.
Da der MBA-Absolvent zum betriebswirtschaftlichen Generalisten ausgebildet wird, erhöht sich seine Flexibilität in Bezug auf Branche und Tätigkeitsfeld, was ihn für Unternehmen besonders attraktiv macht. Eine wachsende Zahl von Unternehmen in Industrie, Finanzdienstleistungen und Unternehmensberatung bietet auch spezielle Einstiegs- und Entwicklungsprogramme für MBA-Absolventen an. Die Gehälter von MBA-Absolventen aus Europa liegen zwischen 95.000 und 145.000 US-Dollar.[1] Siebzig Prozent der Unternehmen, die MBA-Absolventen einstellen, zahlen Berufeinstiegsprämien.[2] Die relative Höhe der Gehälter ergibt sich aber wohl vor allem, weil ein MBA-Programm in der Regel Berufserfahrung verlangt und die Teilnehmer häufig schon vor dem Studiengang wohldotierte Positionen besetzen.