Melilla

Melilla
مليلية (arab.)
Mrič (ber.)
Melilla

(Flagge)

(Wappen)
Karte
Basisdaten
Land: Spain Spanien
Verwaltungssitz: Melilla
Fläche: 13,4 km²
Einwohner: 68.795 (2007)
Bevölkerungsdichte: 3.439,7 Einw./km²
Ausdehnung: Nord-Süd: ca. 8 km
West-Ost: ca. 4 km
ISO 3166-2: ES-ML
Homepage: www.melilla.es
Politik und Verwaltung
Amtssprachen: Spanisch
Autonomie seit: 14. März 1995
Präsident: Juan José Imbroda (PP)
Vertretung in den
Cortes Generales:
Kongress: 1 Sitze
Senat: 2 Sitze
Gliederung:
Karte
Karte

Melilla [meˈliʎa] (auf Berberisch Mrič) ist eine spanische autonome Stadt (Ciudades autónomas) an der Mittelmeerküste von Marokko. Wie Ceuta gehört sie politisch zu Spanien, geografisch jedoch zu Afrika. Bis 1995 wurde Melilla als Teil der Provinz Málaga betrachtet. Seitdem verfügt die Exklave über ein Autonomiestatut, ähnlich wie die autonomen Gemeinschaften. In ihr leben rund 65.500 Menschen (Stand: 2005).

In ISO 3166-1 ist die Kombination EA für Melilla und Ceuta reserviert.

Melilla gehört gemäß Art. 3 Abs. 1 ZK nicht zum Zollgebiet der Europäischen Gemeinschaft.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Stadt liegt auf einer Halbinsel und ist von Wallanlagen umgeben.

Wirtschaft

Die wichtigsten Industriezweige Melillas sind die Fischverarbeitung und der Schiffbau. Vom Freihafen aus werden vor allem Fisch, Obst, Eisen und Blei exportiert. Der grenzübergreifende Handel sowie finanzielle Transfers aus dem spanischen Festland oder der restlichen EU sind weitere wirtschaftliche Stützen der Stadt. Die einzige offizielle Währung ist der Euro.

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Melilla einen Index von 88 (EU-25:100) (2005). [1]

Geschichte

Melilla geht auf eine Gründung der Phönizier zurück (Rusadir). Die Stadt war zunächst Grenzbefestigung des Königreichs von Tlemcen und des Königreichs von Fez. 1497 wurde die Stadt von Spanien erobert. Seit der Staatsgründung im Jahr 1956 beansprucht Marokko Melilla, das benachbarte Ceuta sowie einige kleine spanische Inseln vor der afrikanischen Küste, die auch zur Gruppe der Plaza de soberanía gehören.

Aktuelles

Migranten aus schwarzafrikanischen Ländern versuchen, über Algerien und Marokko nach Melilla zu gelangen, um nach Spanien oder in andere Länder der EU einzureisen. Die Stadt ist zum Schutz vor illegaler Einwanderung mit zwei Zäunen (3 m und 6 m hoch, wobei eine Erhöhung der niedrigeren Zäune auf ebenfalls 6 m geplant ist), Bewegungsmeldern, Nachtsichtgeräten und Kameras gesichert; die Guardia Civil patrouilliert hier. Die Situation verschärfte sich Ende September 2005, da sich unter den Migranten herumgesprochen haben dürfte, dass Spanien die Zäune verstärken will. Während der Grenzübertritte kam es seit Ende September/Anfang Oktober 2005 vermehrt zu Todesfällen. Marokko schob Flüchtlinge ab, die an den Grenzanlagen von Melilla gescheitert waren. Dabei wurde Marokko von internationalen Hilfsorganisationen beschuldigt, Flüchtlinge in der Wüste ausgesetzt zu haben. Die marokkanische Regierung konnte diese Vorwürfe jedoch widerlegen.

Söhne und Töchter der Stadt

Quellen

  1. http://www.ine.es/prensa/np440.pdf Instituto Nacional de Estadistica

Weblinks

Wiktionary
Wiktionary: Melilla – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen


Quelle:
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