Mengen

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Stadt Mengen. Für andere Bedeutungen von Mengen siehe Mengen (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Mengen
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Mengen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Sigmaringen
Koordinaten: 48° 3′ N, 9° 20′ O
Höhe: 561 m ü. NN
Fläche: 49,80 km²
Einwohner: 10.155 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 204 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 88508–88512
Vorwahl: 07572
Kfz-Kennzeichen: SIG
Gemeindeschlüssel: 08 4 37 076
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Hauptstraße 90
88512 Mengen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Christian Lange

Mengen ist eine Stadt in Baden-Württemberg, im Landkreis Sigmaringen. Die nächsten größeren Städte sind Sigmaringen im Westen und Bad Saulgau im Osten. Mengen wird auch die Fuhrmannsstadt genannt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Mengen liegt im Donautal, deren Nebenflüsse Ablach und Ostrach münden bei Mengen in die Donau.

Nachbargemeinden

Mengen grenzt, beginnend im Osten, im Uhrzeigersinn an folgende Gemeinden: Herbertingen, Hohentengen, Ostrach, Krauchenwies, Sigmaringendorf, Scheer (alle Landkreis Sigmaringen) und Altheim (Landkreis Biberach)

Stadtgliederung

Neben der Kernstadt besteht die Stadt aus den Stadtteilen Beuren, Blochingen, Ennetach, Rosna und Rulfingen.

Geschichte

Mengen und das Donautal
Mengen und das Donautal
Die Hauptstraße in Mengen
Die Hauptstraße in Mengen
Das älteste Gebäude von Mengen: die Kazede, erbaut 1233
Das älteste Gebäude von Mengen: die Kazede, erbaut 1233
Mengen um 1900
Mengen um 1900

Das Gebiet um Mengen war schon lange vor dem Einzug der Römer bewohnt. Diese bauten kurz nach Christi Geburt das Kastell Ennetach auf dem Ennetacher Berg, um einen Handelsweg zu schützen, der vom Mittelmeer zur Donau führte. 70 n. Chr. verlegten die Römer ihren jetzt überflüssige ältere Donaulinie des Raetischen Limes Richtung Alb und Neckar, siedelten aber bis circa 260 weiter in Ennetach. Danach wurden sie durch die einfallenden Alemannen vertrieben. Diese siedelten sich in der Gegend an und gründeten viele Orte mit den Endungen "-ingen", dabei auch Me-ingen.

Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde das Gebiet, als Kaiser Ludwig der Fromme 819 Gebiete an der Ablach an das Kloster Buchau vermachte. 1170 hielt sich Friedrich I. Barbarossa in der Stadt auf und hielt einen Hoftag ab. 1257 ist zum ersten Mal ein freies Mengen („Vrie Mengen“) dokumentiert. Allerdings entstand das neue Mengen (wo es heute liegt), erbaut rund 1150-1250, neben dem alten Mengen (heute Ennetach). Das alte und das neue Mengen wurden durch den Fluss Ablach getrennt, daher wurde, um die beiden Orte zu unterscheiden, das alte Mengen „jenseits des Flusses“ (Ennet ach) genannt.

Am 04. März 1276 erlangt Mengen das Stadtrecht, ausgestellt in Augsburg durch König Rudolf von Habsburg.

Mengen war 1276 bis 1805 als eine der sogenannten fünf Donaustädte vorderösterreichisch. Im Jahr 1806 fiel Mengen durch Napoleon I. an das Königreich Württemberg.

Zwischen den Jahren 1870 und 1872 wurde Mengen an das württembergische und badische Eisenbahnnetz angeschlossen. 1895/1896 gab es dank einer eigenen Anlage in der Stadt die erste Elektrizität, 1900 erhielt Mengen fließendes Wasser.

Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt nicht zerstört, weil ein amerikanischer Bomberverband mangels Jägerschutz seinen Angriff nicht fliegen konnte. In Mengen wurde die Dornier Do 335, einer der schnellsten Jäger des 2. Weltkriegs, erprobt.

1975 wurden viele umliegende Gemeinden nach Mengen eingemeindet.

Politik

Gemeinderat

Bei der Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:

Wappen

Das Wappen von Megen zeigt ein geteiltes Schild, vorne in Rot auf grünem Dreiberg ein linksgewendeter goldener Löwe, hinten in Silber vor einem zunehmenden roten Mond mit Gesicht ein sechsstrahliger roter Stern.

Städtepartnerschaften

Am 5. Juni 2006 jährte sich zum 40. Mal der Tag an dem die Partnerschaft zwischen der Stadt Mengen und der französischen Stadt Boulay-Moselle besiegelt wurde. Diese Städte-Partnerschaft kam aufgrund der Vermittlung der Internationalen Bürgermeister-Union für deutsch-französische Verständigung und europäische Zusammenarbeit in den Jahren 1965 und 1966 zustande und wurde feierlich am 4./5. Juni 1966 in Mengen beurkundet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Das Römermuseum im Ortsteil Ennetach zeigt vor allem Fundstücke aus der Römerzeit, aber auch aus der Besiedlung während der Bronzezeit.
  • Das Heimatmuseum, das in einem Fachwerkgebäude aus dem 17. Jahrhundert - der ehemalige Thurn- und Taxis’sche Posthalterei - errichtet wurde, zeigt auf 800 m² Ausstellungsfläche viele sehenswerte Schätze.

Theater & Kleinkunst

  • Im Ortsteil Rulfingen wurde ein ehemaliges Kirchengebäude zur Kleinkunstbühne "Alte Kirche Rulfingen" umgewandelt.

Bauwerke

  • Kazede, erbaut 1233
  • Es gibt eine zum Teil erhaltene Stadtmauer.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Mengen liegt an der Eisenbahnstrecke Sigmaringen-Herbertingen, die zu zwei regionalen Linien gehört: zur Donautalbahn von Ulm nach Donaueschingen sowie zur Zollernalbbahn von Tübingen nach Aulendorf. Mengen ist Regionalexpress-Halt und verfügt über stündliche Verbindungen nach Ulm und Aulendorf. In das nahe Sigmaringen fahren sogar zwei Züge pro Stunde. Nach Tübingen und Donaueschingen herrscht ein Zwei-Stunden-Takt. Mengen ist außerdem Ausgangspunkt der Hegau-Ablachtal-Bahn nach Stockach und Radolfzell. Auf dieser Strecke gibt es aber derzeit (2007) zwischen Mengen und Stockach keinen Verkehr mehr. Mengen ist in den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) eingegliedert.

Durch die Stadt führen die Bundesstraßen B 311 von Geisingen nach Ulm und die B 32 von Hechingen nach Ravensburg.

Der Donauradweg führt ebenfalls durch Mengen.

Es gibt einen Verkehrslandeplatz in Mengen. Dieser hat die ICAO-Kennung EDTM.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Dietmar Schlee (1938–2002), Politiker der CDU

Weblinks

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Wiktionary: Mengen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
Quelle:
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