Das Messbuch (lat. missale, daher auch dt. gelegentlich Missal, Plural Missalien) ist das wichtigste liturgische Buch der katholischen Kirche abendländischer Tradition. Es ist ein „Rollenbuch“ des Priesters und enthält vor allem die Meßordnung (lat. ordo missae) und die Gebete, die in der Messe von ihm gesungen oder gesprochen werden: Tagesgebet, Gabengebet, Schlussgebet (= Gebet nach der Kommunion), Gebet über das Volk; Hochgebete einschließlich der Präfationen, und Begleitgebete zur Eucharistie; ferner die gleich bleibenden Texte (Ordinarium Missae) Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Vater unser, Agnus Dei. Außerdem beschreibt das Messbuch die liturgischen Handlungen (weithin in roter (lat. rubur) Schrift, daher die Bezeichnung „Rubriken“). Einzelne Diözesan- und Ordensliturgien besaßen oder besitzen ihr eigenes Messbuch.
Im Besitz der Christian-Weise-Bibliothek Zittau befinden sich die Zittauer Missalien.
In den Evangelischen Kirchen wird das Messbuch als Agende bezeichnet, in den byzantinischen Kirchen als Euchologion, Hieratikon oder Leitourgikon.
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Das am meisten verbreitete Messbuch ist das Missale Romanum (Erstausgabe 1570) für den Römischen Ritus, früher ganz in lateinischer Sprache, heute auch in zahlreichen landessprachlichen Ausgaben. Die deutschsprachige Ausgabe des heutigen Missale Romanum enthält in der Großausgabe viele Texte auch in Latein.
Zur Geschichte des Missale Romanum bis 1969/70 siehe Tridentinische Messe.
Seit der vom Zweiten Vatikanischen Konzil angeordneten Liturgiereform ist dem erneuerten Missale Romanum (Erstausgabe 1970) die für Feier und Verständnis der Messfeier wichtige Institutio Generalis Missalis Romani (IGMR) vorangestellt. Die deutsche Fassung heißt „Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch“ (AEM). Außerdem findet man darin die Normae universales de anno liturgico et de calendario, verdeutscht unter dem Titel Grundordnung des Kirchenjahres und des Römischen Generalkalenders.