| Międzylesie | |||
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| Basisdaten | |||
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| Staat: | Polen | ||
| Woiwodschaft: | Niederschlesien | ||
| Landkreis: | Kłodzko | ||
| Fläche: | 14,45 km² | ||
| Geographische Lage: | 50° 10' N, 16° 40' O | ||
| Einwohner: | 2.776 (31. Dez. 2004) | ||
| Postleitzahl: | 57-530 | ||
| Telefonvorwahl: | (+48) 74 | ||
| Gemeinde | |||
| Gemeindeart: | Stadt- und Landgemeinde | ||
| Fläche: | 189 km² | ||
| Einwohner: | 7 643 (2004) | ||
| Verwaltung (Stand: 2007) | |||
| Bürgermeister: | Tomasz Korczak | ||
| Adresse: | pl. Wolności 1 57-530 Międzylesie |
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| Webpräsenz: | www.miedzylesie.pl | ||
Międzylesie (deutsch Mittelwalde) ist eine Stadt mit 2.776 Einwohnern im Powiat Kłodzki in Polen und Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde. Sie liegt an der Glatzer Neiße, 32 km südlich der Kreisstadt Kłodzko und gehört zur Woiwodschaft Niederschlesien. In der Nähe befindet sich die Grenze zu Tschechien mit dem Grenzübergang Boboszów/Dolní Lipka. Międzylesie gehörte früher zur ehemaligen Grafschaft Glatz.
Inhaltsverzeichnis |
Mittelwalde liegt am alten Handelsweg von Breslau über Glatz nach Brünn und Wien, der an dieser Stelle unter dem böhmischen Herzog Břetislav I. durch eine befestigte Burg gesichert gewesen sein soll. Als Stadt ist Mittelwalde erstmals 1294 belegt, als sie der böhmische König Wenzel II. zusammen mit der Herrschaft Mittelwalde der Zisterzienserabtei Kamenz (Kamieniec Ząbkowicki) mit der Auflage schenkte, die Stadt „auf ewige Zeiten“ nicht von der böhmischen Krone zu trennen, wobei sie weiterhin böhmisches Lehen blieb. Schon 1315 erwarb sie jedoch – zusammen mit den Herrschaften Karpenstein und Schnallenstein – Otto von Glaubitz und vererbte sie an seine Söhne Wolfhart und Hans. In den Hussitischen Kriegen (1419-1436) wurde die Stadt 1428 von den Taboriten zerstört. 1491 soll sie wieder errichtet gewesen sein. Nach mehreren Besitzwechseln kam Mittelwalde 1538 in den Besitz der Familie Tschirnhaus auf Bolkenhain, die sich um den Aufbau von Stadt und Herrschaft erfolgreich bemühte. Kaiser Rudolf II. gewährte der Stadt zwei Jahrmärkte und einen Wochenmarkt und verlieh den Grundherren das Recht auf Führung eines Wappens. Im Dreißigjährigen Krieg hatten Stadt und Herrschaft schwer zu leiden. David von Tschirnhaus, der 1620 Landeshauptmann der Grafschaft Glatz und ein Anhänger der protestantischen böhmischen Stände war, verlor nach der Schlacht am Weißen Berge seine Besitzungen und musste das Land verlassen. 1637 gelang es ihm seine Güter in der Grafschaft Glatz wieder einzulösen. David von Tschirnhaus starb 1642. Durch ein Mandat des Ferdinand III. erhielten 1642 die noch lebenden Schwestern David Heinrichs das Anrecht auf die Herrschaft Mittelwalde. 1627 und 1643 wurde die Stadt von den Schweden nieder gebrannt.
1653 verkauften die von Tschirnhaus dem Reichsgrafen Michael Ferdinand von Althann, dem bereits die nahe liegenden Herrschaften Grulich und Wichstadtl gehörten, Stadt und Herrschaft Mittelwalde. Dieser führte geregelte Rechts- und Eigentumsverhältnisse ein. Durch die einsetzende wirtschaftliche Entfaltung ließen sich neue Siedler nieder. Sein Erbe Michael Franz von Althann errichtete die Pfarrkirche und die St.-Barbara-Kapelle wieder neu, förderte das religiöse Leben und erweiterte den Besitz um die Herrschaften Schnallenstein (Szczerba) und Seitenberg. Michael Wenzel von Althann erbaute 1684 einen zweiflügligen Barockbau, der sich an das um 1580 umgebaute Renaissanceschloss anschloss. Mit der aufblühenden Leinwandindustrie und dem Flachsanbau entwickelte sich ab 1750 das Wirtschaftsleben.
Zusammen mit der Grafschaft Glatz fiel Mittelwalde 1742 und endgültig nach dem Hubertusburger Frieden 1763 an Preußen. In den Koalitionskriegen wurden der Herrschaft wiederum drastische Kriegslasten auferlegt. Gleichzeitig kam der überseeische Leinwandhandel durch die napoleonische Kontinalsperre zum Erliegen. Die weltweit renommierte Mittelwalder Leinwandfirma Ludwig musste Konkurs anmelden, so dass die wirtschaftliche Entwicklung stagnierte. Den Anschluss an die früheren Welthandelspartner konnte Mittelwalde nicht wieder zurückgewinnen.
Mit der Einführung der preußischen Städteordnung 1809 wurde Mittelwalde selbständige Gemeinde, nachdem schon 1807 die Gutsuntertänigkeit abgeschafft wurde. Die Herrschaft Mittelwalde blieb weiterhin (bis 1945) im Besitz der Familie von Althann. 1818 wurde Mittelwalde in den neu gegründeten Kreis Habelschwerdt eingegliedert. Durch die Eröffnung der Eisenbahnstrecke Breslau–Mittelwalde–Prag–Wien im Jahre 1875 wurden durch die Ansiedlung von Industriebetrieben neue Absatzmärkte erschlossen.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs wurde Mittelwalde 1945 polnisch und in Międzylesie umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde 1945–46 vertrieben. Die polnischen Siedler kamen aus Zentral- und Ostpolen.
Die Gemeinde umfasst eine Fläche von 174 km², auf denen 8.150 Einwohner leben. Das entspricht einer Einwohnerdichte von 43,12 Menschen/km². Zu ihr gehören die Ortschaften:
Boboszów (Bobischau), Długopole Górne (Oberlangenau), Dolnik (Schönthal), Domaszków (Ebersdorf), Gajnik (Hain), Gniewoszów (Seitendorf), Goworów (Lauterbach), Jaworek (Urnitz), Jodłów (Thanndorf), Kamieńczyk (Steinbach), Lesica (Freiwalde), Michałowice (Michaelsthal), Nagodzice (Herzogswalde), Niemojów (Marienthal), Nowa Wieś (Neundorf), Pisary (Schreibendorf), Potoczek (Neißbach), Różanka (Rosenthal), Roztoki (Schönfeld), Smreczyna (Schönau) und Szklarnia (Gläsendorf).
Das Gemeindegebiet wird im Osten, Süden und Westen durch die Landesgrenze mit Tschechien begrenzt; es erstreckt sich auf die südlichen Ausläufer des Glatzer Schneegebirges und des Habelschwerdter Gebirges.
Bystrzyca Kłodzka (Habelschwerdt) - Stadt | Duszniki-Zdrój (Bad Reinerz) - Stadt | Kudowa-Zdrój (Bad Kudowa) - Stadt | Kłodzko (Glatz) - Stadt | Kłodzko-Gmina (Glatz-Land) | Lewin Kłodzki (Lewin) | Lądek-Zdrój (Bad Landeck) - Stadt | Międzylesie (Mittelwalde) - Stadt | Nowa Ruda (Neurode) - Stadt | Nowa Ruda-Gmina (Neurode-Land) | Polanica-Zdrój (Bad Altheide) - Stadt | Radków (Wünschelburg) - Stadt | Stronie Śląskie (Seitenberg) - Stadt | Szczytna (Rückers) - Stadt