Michail Dmitrijewitsch Gortschakow

Michail Dmitrijewitsch Gortschakow (russisch Михаил Дмитриевич Горчаков; * 1795; † 18. / 30. Mai 1861 in Warschau) war ein Feldmarschall der russischen Armee und Oberbefehlshaber im Krimkrieg.

Leben

Gortschakow entstammte einer alten russischen Adelsfamilie die ihre Ursprünge auf die Rurikiden zurückführte. Er war der Sohn des Generals der Infanterie Fürst Andreas Iwanowitsch Gortschakow und der Vetter von Alexander Michailowitsch Gortschakow. Sein Bruder Peter führte im Krimkrieg ein Armeekorps.

Gortschakow trat 1807 in die Gardeartillerie ein und wurde 1809 in den Kaukasus kommandiert, wo er als Adjutant des Generalmajors Paulucci am Kriege gegen Persien teilnahm. Im Rang eines Generalmajors kämpfte er im türkischen Feldzug von 1828/29. 1831 kämpfte er in Polen und nahm an der Erstürmung Warschaus teil. 1846 wurde Gortschakow zum Generalgouverneur von Warschau ernannt. 1849 kämpfte er in Ungarn und wurde Generaladjutant des Zaren.

Zu Beginn des Krimkriegs war er Oberbefehlshaber der russischen Truppen an der Donau. Am 3. Juli 1853 besetzten er die Donaufürstentümer Walachei und Moldau. Das Osmanische Reich erklärte daraufhin am 16. Oktober 1853 Russland den Krieg. Der osmanische General Omar Pascha rückte gegen die russische Armee an der Donau vor und errang am 4. November einen ersten Sieg bei Oltenitza. Im April 1854 übernahm auf ausdrückliche Wunsch von Nikolaus I. Iwan Fjodorowitsch Paskewitsch den Oberbefehl an der Donau. Dieser begann Ende April 1854 mit der Belagerung der strategisch wichtigen Festung Silistra. Paskewitsch verließ die Armee aber wieder weil er sich eine Verletzung zugezogen hatte und Gortschakow führte die Belagerung weiter. Omar Pascha führte am 10. Juni eine Entsatzarmee heran und war in den Kämpfen vor Silistria erneut siegreich. In der Schlacht an der Alma führte Gortschakow den rechten russischen Flügel. Infolge eines Sturzes mit seinem erschossenen Pferde gab er das Kommando an General Kwizinski, den Chef der 16. Division. Im März 1855 wurde Gortschakow an Stelle des Fürsten Menschikow Oberbefehlshaber auf der Krim und über die gesamten in Südrußland befindlichen Streitkräfte. Nach dem Krimkrieg wurde er Statthalter von Polen. Er starb 30. Mai 1861 in Warschau. Seine Leiche wurde auf seinen Wunsch in Sebastopol beigesetzt.

Weblinks

Anmerkung: Sind im Artikel doppelte Daten angegeben, nennt das erste Datum den Tag des Julianischen Kalenders, das zweite den Tag des Gregorianischen Kalenders. Die Kalenderumstellung erfolgte in den meisten Ländern zwischen 1582 und 1812, in einigen Staaten Osteuropas jedoch erst Anfang des 20. Jahrhunderts (so in Russland im Februar 1918).
Quelle:
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