Mikkeli

Dieser Artikel befasst sich mit der finnischen Stadt Mikkeli. Für den gleichnamigen Asteroid siehe Mikkeli (Asteroid).
Mikkelin kaupunki
Wappen Karte
Wappen von Mikkeli Lage von Mikkeli
Basisdaten
Staat: Finnland
Provinz: Ostfinnland
Landschaft: Südsavo
Verwaltungsgemeinschaft: Mikkeli
Geographische Lage: 61° 41' 30" N, 27° 16' 22" O
Höhe: 76 - 160 m ü. NN
Fläche: 2124,62 km²[1]
davon Gewässer: 422,59 km²
Einwohner: 48.722 (31. März 2007)[2]
Bevölkerungsdichte: 28,5 Einwohner je km²
Sprache(n): Finnisch
Website: www.mikkeli.fi

Mikkeli [ˈmikːɛli] (schwedisch S:t Michel) ist eine Stadt mit rund 48.000 Einwohnern in der finnischen Region Savo. Sie ist Verwaltungssitz der Provinz Ostfinnland sowie der Landschaft Südsavo und evangelisch-lutherischer Bischofssitz.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Mikkeli liegt rund 230 km nordöstlich der Hauptstadt Helsinki in der Region Savo. Das Stadtzentrum liegt am der Savilahti-Bucht, einem Ausläufer des weitverzweigten Saimaa-Seensytems. Durch das Stadtgebiet verläuft eine der Wasserscheiden der Finnischen Seenplatte. Während die Flüsse und Seen in der Osthälfte der Stadt über den Saimaa-See und den Vuoksi-Fluss in den Ladogasee entwässern, gehört der Westteil der Gemarkung zum Einzugsgebiet des Kymijoki.

Durch die Eingemeindung von Anttola und der Landgemeinde Mikkeli im Jahr 2001 sowie der Gemeinde Haukivuori im Jahr 2007 umfasst das Stadtgebiet von Mikkeli eine weitläufige Fläche von 2127,21 km². Damit ist Mikkeli flächenmäßig größer als Berlin, Hamburg und Köln zusammen. Ein Großteil des Stadtgebiets ist aber ländlich strukturiert. Dementsprechend niedrig ist auch die Bevölkerungsdichte mit 28,5 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Nachbargemeinden von Mikkeli sind Pieksämäki im Norden, Juva im Nordosten, Puumala im Südosten, Ristiina im Süden, Hirvensalmi im Südwesten und Kangasniemi in Nordwesten.

Mikkeli ist offiziell in die folgenden Stadtteile gegliedert (in Klammern die Einwohnerzahl vom 31.12.2005[3]:

  • Asila (248)
  • Rahula (460)
  • Sairila (695)
  • Parkkila (277)
  • Heinälahti (422)
  • Olkkolanniemi (452)
  • Rantakylä (4507)
  • Vuolinko (227)
  • Otava (1779)
  • Soikkala (154)
  • Korpijärvi (231)
  • Vanhamäki (172)
  • Vanhala (386)
  • Harjumaa (408)
  • Ihastijärvi (346)
  • Hiirola (406)
  • Kalvitsa (163)
  • Ramala (558)
  • Kernstadt/Ydinkeskusta (1584)
  • Randflächen der Kernstadt (1774)
  • Saksala (1047)
  • Peitsari (2814)
  • Oravinmäki (112)
  • Lähemäki (968)
  • Tupala (673)
  • Visulahti (481)
  • Launiala (1688)
  • Tuppurala (3068)
  • Pursiala (17)
  • Urpola (1542)
  • Laajalampi (1887)
  • Pitkäjärvi (459)
  • Salosaari (237)
  • Moisio (1874)
  • Nuijamies (1312)
  • Kirjala (685)
  • Lehmuskylä (2121)
  • Industriegebiet Tusku (6)
  • Tusku-Karjalanharju (1545)
  • Kaukola (1514)
  • Kalevankangas (441)
  • Siekkilä (1119)
  • Emola (1463)
  • Rokkala (1304)
  • Savisilta (639)
  • Kirchdorf Anttola (967)
  • Kähkölä (390)
  • Pitkälahti (69)
  • Kokkosenkahti (195)
  • Hauhola (198)

Mit der Eingemeindung von Haukivuori kamen zudem folgende Ortschaften zum Stadtgebiet (Einwohnerzahl in Klammern vom 31.12.2004)[4]:

  • Haukivouri (2274)
  • Nykälä (248)
  • Kantala (189)
  • Pitkäaho (102)
  • Bahnhofsdorf/Asemankylä (983)
  • Umgebung des Bahnhofsdorfes/Asemankylän ympäristö (574)
  • Hiirenmaa (178)

Geschichte

Im Zweiten Weltkrieg war Mikkeli Hauptquartier Carl Gustav von Mannerheims, woran heute ein Museum erinnert.

Bevölkerung

Politik

Verwaltung

Seit der Gemeindefusion bilden die 49 Mitglieder des alten Stadtrats von Mikkeli und die 21 Mitglieder des Stadtrats der ehemaligen Gemeinde Haukivuori gemeinsam den neuen Stadtrat von Mikkeli.[5] Die stärkste Fraktion im neuen Stadtrat stellt mit 29 Sitzen die Zentrumspartei, die bei den Kommunalwahlen 2004 in Mikkeli mit etwa einen Viertel der Stimmen nur die zweitstärkste Kraft war, dafür aber mit über 60 % das politische Geschehen im ländlichen Haukivuori dominierte. Dicht gefolgt wird die Zentrumspartei von den Sozialdemokraten, die 28 Abgeordnete stellen. Sie erlangte in beiden Gemeinden etwa ein Drittel der Stimmen, in Mikkeli war sie die stärkste Partei. Die konservativ-liberale Nationale Sammlungspartei war in Mikkeli mit einem Stimmenanteil von einem Viertel deutlich stärker als in Haukivuori mit 8 %, im neuen Stadtrat verfügt sie über 16 Sitze. Im Stadtrat sind ferner drei kleinere Parteien vertreten, die bei den Kommunalwahlen nur in Mikkeli antraten: Der Grüne Bund mit vier Abgeordneten, die Christdemokraten mit zwei Abgeordneten und das Linksbündnis mit einem Abgeordneten.

Zusammensetzung des Stadtrats (2005–2008)
Partei Wahlergebnis 2004 Sitze
Mikkeli[6] Haukivuori[7]
Zentrumspartei 25,5 % 60,7 % 29
Sozialdemokraten 34,4 % 31,2 % 28
Nationale Sammlungspartei 25,4 % 8,0 % 16
Grüner Bund 7,2 % 4
Finnische Christdemokraten 3,8 % 2
Grüner Bund 2,3 % 1

Wappen

Städteparnerschaften Mikkeli unterhält folgende Städtepartnerschaften:[8]

Weiterhin pflegt die 2001 in die Stadt Mikkeli eingemeindete Ortschaft Anttola eine Partnerschaft mit der estnischen Gemeinde Mõisaküla.

Wirtschaft und Infrastruktur

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Domkirche
Die Domkirche

Die Domkirche von Mikkeli wurde 1896-97 nach Plänen von Josef Stenbäck, dem seinerzeit bedeutendsten Kirchenarchitekten Finnlands, erbaut. Das aus rotem Backstein erbaute einschiffige Gotteshaus stellt eines der stilreinsten Beispiele neugotischer Architektur in Finnland dar. Der 64 m hohe Glockenturm an der Westseite ist der Stadt zugewandt und dominiert die Skyline als bis heute höchstes Gebäude der Stadt. Die Kirche diente ursprünglich nur als Kirche der lutherisch-evangelischen Gemeinde der Stadt Mikkeli, die sich erst mit der Kirchweihe 1897 von der Kirchengemeinde der Landgemeinde Mikkeli selbständig machte. Als Finnland die Stadt Wyborg 1944 nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg an die Sowjetunion abtrat, wurde das Bistum Wyborg aufgelöst und der Bischofssitz nach Mikkeli verlegt. Seit 1945 ist die Kirche somit Domkirche des Bistums Mikkeli, das große Teile Südostfinnlands umfasst.

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Maanmittauslaitos (finnisches Vermessungsamt)
  2. Väestörekisterikeskus
  3. Väestö tilastoaluettain
  4. Haukivuoren väestö osa-aluettain
  5. Website der Stadt Mikkeli: Kaupunginvaltuusto (finn.)
  6. Finnisches Justiziministerium: Ergebnis der Kommunalwahlen 2004 für Mikkeli
  7. Finnisches Justiziministerium: Ergebnis der Kommunalwahlen 2004 für Haukivuori
  8. Stadtverwaltung Mikkeli: Mikkelin ystävyyskaupungit/kunnat
Blick auf die Innenstadt von Mikkeli vom Saimaa-See aus betrachtet
Blick auf die Innenstadt von Mikkeli vom Saimaa-See aus betrachtet
Quelle:
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