| Minas Gerais | ||
|---|---|---|
| Abkürzung: | MG | |
| Fläche: | 588 383,6 km² | |
| Einwohner: | 20 595 499 (2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 30,41 Ew/km² | |
| Hauptstadt: | Belo Horizonte | |
| Anzahl d. Gemeinden: | 853 | |
| BIP (Mio. R$, 2001): | 166 600 | |
| BIP pro Einwohner: | 8 771 | |
| Wappen | Flagge | |
| Karte | ||
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Der Bundesstaat Minas Gerais (Kurzzeichen: MG) liegt im Südosten Brasiliens; seine Hauptstadt ist Belo Horizonte. Er wird verkürzt auch oft nur Minas genannt. Die Bewohner nannt man "Mineiros".
Gouverneur seit 2003 ist Aécio Neves.
Das Wappen von Minas Gerais besteht aus einem roten Stern mit zwei im Vordergrund gekreuzten silbernen Pickeln und einer silbernen Grubenlampe, umgeben von zwei blühenden Kaffeezweigen. Die Devise "Libertas Quae Sera Tamen" steht über dem Stern, auf einem grünen Band am Fuße des Sterns steht in schwarzen Lettern "Estado de Minas Gerais" mit dem Datum 15. Juni 1891. Der rote Stern wird mit dem klassischen Symbol der Revolutionen weltweit in Verbindung gebracht, vor allem der Französischen Revolution, denen sich die Inconfidentes aus Minas Gerais besonders verbunden fühlten. Die rote Farbe dominiert auch das Hauptsymbol der Staatsflaage, das rote Dreieck. Grubenwerkzeuge und Kaffeezweige deuten auf die traditionellen Hauptwirtschaftszweige des Bundesstaates hin: Bergbau und Landwirtschaft.
Inhaltsverzeichnis |
Minas Gerais hat eine Fläche von 588.383 km² und ist somit praktisch ebenso groß wie Frankreich. Hier leben ca 20,9 Mio. Menschen(IBGE/2006), was einer Einwohnerdichte von 30,5 EW/km² gleichkommt. Es ist somit nach São Paulo der bevölkerungsreichste Bundesstaat Brasiliens.
Der Bundesstaat grenzt (im Uhrzeigersinn von Südosten gesehen) an Rio de Janeiro, São Paulo, Mato Grosso do Sul, Goiás, Bahia und Espírito Santo; ein kleiner Teil grenzt auch an den Bundesdistrikt.
Die Hauptstadt ist Belo Horizonte. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts anstelle der alten Hauptstadt Ouro Preto angelegt, die an hohen Feiertagen diese Funktion allerdings symbolisch zurückerhält. Weitere Städte in Minas Gerais sind u. a. Contagem, Uberlândia und Juiz de Fora.
Höchste Erhebung im Bundesstaat ist der Pico da Bandeira in der Serra do Caparaó mit 2.889 m. Er ist der dritthöchste Berg Brasiliens und liegt auf der Grenze zum Nachbarstaat Espírito Santo. Die bedeutendsten Flüsse sind der São Francisco, Jequitinhonha, Doce, Grande, Paranaíba, Mucuri und der Pardo.
Wie der Name des Bundeslandes bereits andeutet, finden sich hier zahlreiche Minen und Abbaugebiete. Es werden u. a. Erze abgebaut und Eisen, Aluminium und Zink produziert, außerdem Phosphat. In Minas Gerais gibt es zudem große Vorkommen an verschiedenen Mineralen und Gesteinen. Die historischen Goldreserven, die einst Reichtum und Macht dieses Bundesstaates begründeten, sind heute weitestgehend ausgeschöpft. In den alten Goldminen werden heute jedoch umfangreiche Diamantvorkommen ausgebeutet.
Außer Gold und Diamanten werden an Mineralen beispielsweise noch Beryll (bekannt vor allem durch die Edelsteinvarietäten Smaragd und Aquamarin), Jadeit, Muskovit, Rosenquarz, Spodumen (bekannt ist von diesem die Edelsteinvarietät Kunzit) abgebaut.
An Gesteinen werden unter anderem Dolomit und Itakolumit gefunden.
Die Landwirtschaft von Minas Gerais produziert u. a. Mais, Soja, Reis, Bohnen und Kaffee. Der Anbau von Baumwolle ist eine wichtige Voraussetzung für die lokale Textilindustrie.
Im Bundesstaat wurde der Sauropode Maxakalisaurus topai entdeckt, die größte der bislang (2006) in Brasilien entdeckten 15 Arten von Dinosauriern.
Größte Städte (Einwohner 1. Juli 2004)
siehe auch: Liste der Gemeinden in Minas Gerais
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