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Minus

Dieser Artikel erläutert Minus als Zeichen oder Operator, der Rechtsbegriff wird unter Minus (Recht) erläutert.
Satzzeichen
-, ,
 . ,  , ,  ; ,  : ,  … ,  · 
¿, ?, !, ¡, , ؟
„…“, »…« …,  ’ 
/, \
(…), […], {…}, 〈…〉
Sonstige
 • 
, $, ¥, £, ¤
@, &
|, ¦
°, ′, ″, ‴
*, †, ‡
#, №, ª, º
§,
©, ®, ™, ℠
_
~, ˜
Rechenzeichen
+, , ×, ∙, :, ∕, ÷, ±, ∓
=, ≈, ≠ …, ~, ∝ …, <, >
,
%,

Minus (−) ist entweder der mathematische Operator für die Subtraktion oder ein Fehlbetrag, Verlust bzw. allgemeiner eine absolute Größe, die negativ (unter Null) ist („negatives Vorzeichen“).

Bei der Angabe von Internetadressen wird oft fälschlicherweise von „Minus“ statt „Bindestrich“ gesprochen, etwa „www Punkt Q Minus 21 Punkt de“ für „www.q-21.de“, um eine klare und leichtverständliche Unterscheidung zum Schrägstrich zu haben, welcher ebenfalls in URLs vorkommen kann. Das kommt daher, dass Computer genau das selbe Zeichen für Bindestrich und Minus verwenden (U+002D). Dieses Zeichen ist jedoch tatsächlich ein Viertelgeviertstrich. Es gibt jedoch auch Sonderzeichen, mit denen Minus, Viertelgeviertstrich, Halbgeviertstrich und Geviertstrich unterschieden werden. Diese sind aber ohnehin auf Tastaturen normalerweise nicht zu finden, und im Domainteil von URLs nicht möglich.

Im kaufmännischen Bereich wird auch die Schreibweise „./.“ bzw. das Zeichen ⁒ (U+2052) verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Entstehung des Minuszeichens

Noch im 15. Jahrhundert war es üblich, die Wörter ›plus‹ und ›minus‹ auszuschreiben. In italienischen und französischen Schriften wurde dabei häufig nur der Buchstabem‹ ausgeschrieben und mit einem waagerechten Strich versehen, um das Symbol besser zu kennzeichnen. Dieser Querstrich über dem ›m‹ ist eine Erklärung für die Entstehung des heutigen Minuszeichens.

Das erste Minuszeichen im Druck erschien im Werk »Mercantile Arithmetic« oder »Behende und hüpsche Rechenung auff allen Kauffmanschafft« von Johannes Widmann, erschienen 1489 in Leipzig. Handschriftlich wurde das Minuszeichen jedoch schon vorher verwendet. Die frühesten Quellen sind Aufzeichnungen von Widmann aus dem Jahre 1481 und eine deutsche Algebra aus demselben Jahr. Mit Beginn des 16. Jahrhunderts verbreitete sich das Minuszeichen mehr und mehr in Deutschland und Europa. Nach und nach ersetzte es alle anderen Schreibweisen für die Subtraktion.

Typografie und Aussehen des Minuszeichens

Das typografisch korrekte Minuszeichen ist identisch mit dem waagerechten Balken im Pluszeichen (+) und hat die gleiche Länge wie die beiden parallelen Linien des Gleichheitszeichens (=). Höhe, Breite und Position dieser Rechenzeichen sind auf das Aussehen der Ziffern Null bis Neun abgestimmt.

Das Minuszeichen ist nicht identisch mit dem Bindestrich (auch Trennstrich, Divis, Viertelgeviertstrich). Dieser ist deutlich kürzer und liegt tiefer als das Minuszeichen. Verglichen mit dem Minuszeichen wirkt der Bindestrich stummelartig und kann leichter übersehen werden, gerade wenn er als Vorzeichen von negativen Zahlen benutzt wird.

Der Gedankenstrich (Halbgeviertstrich) hat zwar in vielen Schriftarten die gleiche Länge wie das Minuszeichen, liegt aber oft etwas tiefer.

Darstellung in Computersystemen und Ersetzung

Kodierung

Das Minuszeichen wird folgendermaßen definiert und kodiert:

Internationaler Zeichenkodierungsstandard Unicode
und Kodierung im Internet-Dokumentenformat HTML
Zeichen Unicode
Position
Unicode
Bezeichnung
Bezeichnung HTML
hexadezimal
HTML
dezimal
HTML
benannt
U+2212 Minus sign Minuszeichen &#x2212; &#8722; &minus;

Im veralteten ASCII-Zeichensatz aus dem Jahr 1963 ist das Minuszeichen nicht enthalten, weshalb viele ältere Computersysteme es nicht darstellen konnten. Fast alle modernen Computer verwenden den im Jahr 1991 eingeführten Unicode-Standard und können das Minuszeichen daher problemlos verarbeiten und darstellen.

Tastatur

Das Minuszeichen gibt es meist nicht auf Tastaturen. Auf Tastaturen ist in der Regel nur das sogenannte Bindestrich-Minuszeichen anzutreffen, welches als Ersatz für Bindestrich, Gedankenstrich, Geviertstrich und Minuszeichen dienen muss. Allerdings ersetzen viele Computerprogramme das Bindestrich-Minuszeichen je nach Kontext automatisch mit dem korrekten Symbol.

Ersetzung und ähnliche Zeichen

Kann das Zeichen nicht dargestellt werden, weil es in der verwendeten Schriftart oder dem Zeichensatz fehlt, so sollte es durch das Bindestrich-Minus-Zeichen ›-‹ ersetzt werden, welches auch auf jeder Tastatur vorhanden ist. Typografisch korrekter ist allerdings der Ersatz durch den Gedankenstrich ›–‹.

Da allerdings praktisch alle modernen Computersysteme und -schriften auf Unicode basieren, kann das Zeichen heutzutage problemlos weltweit dargestellt, verarbeitet, übertragen und archiviert werden. Eine Ersetzung aus technischen Gründen ist deshalb kaum noch nötig. Auch wenn die verwendete Tastatur das Zeichen nicht aufweist, kann es praktisch immer über eine entsprechende Funktion des Betriebssystems oder des jeweiligen Texteditors eingefügt werden.

Ähnliche und verwandte Zeichen –
mit folgenden Zeichen besteht zum Teil Verwechslungsgefahr
Zeichen Unicode
Position
Unicode
Bezeichnung
Bezeichnung
- U+002D Hyphen-minus Bindestrich-Minus
U+2010 Hyphen Bindestrich
U+2013 En dash Gedankenstrich
U+2014 Em dash Geviertstrich
U+2015 Horizontal bar Waagerechte Linie
U+2012 Figure dash Ziffernstrich

Siehe auch

Quelle:
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