Miriam Toews (* 1964 in Steinbach, Manitoba), kanadische Schriftstellerin und freie Journalistin, lebt und arbeitet in Winnipeg.
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Toews studierte an der University of Manitoba sowie an der University of King's College in Halifax und hat als freiberufliche Journalistin für Presse und Rundfunk gearbeitet. Mit ihrem Roman A Complicated Kindness (2004) wurde sie international bekannt. Der Roman blieb über ein Jahr lang auf den kanadischen Bestseller-Listen und wurde mit dem Governor General's Award for English Fiction, dem bedeutendsten Literaturpreis Kanadas, ausgezeichnet. In dem Roman "A Complicated Kindness" geht es um die 16-jährige Tochter von Russlandmennoniten, die davon träumt, aus der Enge ihrer Kleinstadt-Welt auszubrechen um mit Lou Reed in den Slums von New York City abzuhängen.
2005 ist dieser Roman unter dem Titel Ein komplizierter Akt der Liebe (Berlin Verlag) auch in deutscher Sprache erschienen. Die Übersetzerin Christiane Buchner hat bei ihrer Arbeit auch großen Wert auf die korrekte Wiedergabe der zahlreichen Zitate in der Sprache der Russlandmennoniten (Plautdietsch) gelegt.
Im Herbst 2006 nahm Miriam Toews an Dreharbeiten des neuen Films Stellet Licht von Carlos Reygadas teil. Neben Maria Pankratz aus Espelkamp ist Toews eine der beiden (Laien-) Hauptdarstellerinnen des wohl ersten Kinofilms in plautdietscher Sprache.
über Miriam Toews (deutsch): Christoph Wiebe, Vom Scheitern eines 500jährigen Experiments. Miriam Toews' Roman Ein komplizierter Akt der Liebe, in: Mennonitische Geschichtsblätter, herausgegeben vom Mennonitischen Geschichtsverein, Jg. 63, Bolanden 2006, S. 153-172. ISBN 3-921881-24-2