Monte Bolca

Archaeophis proavus Massalongo im Museum für Naturkunde (Berlin).
Archaeophis proavus Massalongo im Museum für Naturkunde (Berlin).

Monte Bolca ist eine Fossilien-Lagerstätte in der Nähe von Verona, Italien, die aufgrund der dort gut erhaltenen Meeresfossilien in der Paläontologie eine große Rolle spielt.

Monte Bolca im engeren Sinne bezeichnet eine spezifische Lokation in der Nähe des Dorfes Bolca, die aufgrund der vielen hier zu findenden Fischfossilien auch Pescaria („Fischschüssel“) genannt wird. Im weiteren Sinne werden aber so auch die in der Nähe gelegenen Fundstätten so bezeichnet.

Die Fundstätte Monte Bolca wurde während der geologischen Formation der Alpen zweimal vom Meeresboden hochgehoben, einmal vor 30 bis 50 Millionen, das zweite mal vor 24 Millionen Jahren. Die Fundstätte besteht aus einer 19 Meter dicken Kalksteinschicht, die insgesamt fossilienreich ist. Sie ist außerdem jedoch mit einzelnen Schichten durchzogen, in der besonders gut erhaltene Fossilien gefunden werden können.

Die Fossilien dieser Schichten sind so gut erhalten, dass nicht nur die Organe erkennbar sind, sondern sich gelegentlich sogar die Färbung der Haut bestimmen lassen.

Als Fossilienfundstätte ist Monte Bolca seit dem 16. Jahrhundert bekannt und wurde seit dem 19. Jahrhundert intensiv zum Forschungsobjekt wissenschaftlicher Studien. Louis Agassiz war einer der Wissenschaftler, die sich intensiv mit Monte Bolca beschäftigten.

Quelle:
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