Eine Mozetta oder Mozzetta (von ital. mozzo = „abgeschnitten; gestutzt“) ist ein bis zu den Ellenbogen reichender Schulterkragen, zum Teil mit kleiner Kapuze (Bischöfe tragen eine Mozetta ohne Kapuze), für höhere Geistliche der katholischen Kirche, der über dem Rochett (Chorrock) getragen wird.
Die Mozetta wird heute aus Wollstoff gefertigt, selten noch aus Moirè-Seide.
Ursprünglich handelte es sich bei einer Mozetta um einen Mantel; dies zeigt sich auch an der bis heute vorhandenen (Zier-)Kapuze. Auch das heutige „Schultermäntelchen“ wird durch eine Knopfreihe vorne geschlossen. Eine Kapuze wäre für einen Bischof mit Bischofshut (Galero) nicht benutzbar. Daher entfällt an der bischöflichen Mozetta auch diese (Zier-)Kapuze. Auch bei anderen Trägern ist die Kapuze inzwischen nicht mehr üblich.
Die Farbe der Mozetta verrät den Rang ihres Trägers:
Die Mozetta ist ein liturgisches Gewand und gehört zur Chorkleidung. Sie wird über dem Chorrock getragen. Über der Mozetta wird die Stola getragen, jedoch nur dann, wenn der Geistliche eine gottesdienstliche Handlung vornimmt, nicht wenn er dem Gottesdienst nur beiwohnt. Eine gewisse Ausnahme bildet der Papst, der Mozetta und Stola häufig auch außerhalb des Gottesdienstes trägt.
Einfache Geistliche tragen ebenso wie die päpstlichen Prälaten (Monsignori, Ehrenprälaten, Apost. Protonotare) keine Mozetta, die Apostolischen Protonotare und die Domherren von St. Peter in Rom jedoch stattdessen die Manteletta.