| MUSTANG-Bekleidungswerke GmbH & Co. KG | |
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| Unternehmensform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 2. Mai 1932 |
| Unternehmenssitz | Künzelsau, Deutschland |
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Geschäftsführer:
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| Produkte | Kleidung |
| Website | www.mustang-jeans.com |
Mustang ist eine deutsche Jeansmarke.
Inhaltsverzeichnis |
Das Textilunternehmen wird am 2. Mai 1932 von Luise Hermann als L. Hermann Kleiderfabrik in Künzelsau gegründet. Neben der Inhaberin sind sechs Näherinnen beschäftigt. Die Firma fertigt Berufsbekleidung.
1945 treten Rolf Hermann, der Sohn der Firmengründerin, und ihr Schwiegersohn Albert Sefranek in das Familienunternehmen ein. 1948 wird ein erster Auftrag über 300 blaue Arbeiterhosen – die Jeans – angenommen. Damit ist die Firma in Europa der erste Anbieter von Jeans. Die Schnittmuster werden von US-amerikanischen Jeans "übernommen", ein Jahr später beginnt die Serienproduktion. Im Jahr 1953 wird die erste Jeans für Damen hergestellt, die als „Girl’s Campinghose“ angeboten wird, im Jahr 1955 ergänzt eine Jeans aus Cordstoff die Palette.
Die Marke „Mustang-Jeans“ wird von Albert Sefranek 1958 eingeführt.
1961 bringt man unter der Marke Mustang die weltweit erste Stretchjeans auf den Markt, 1971 wird die gesamte Produktion von Berufskleidung auf Jeansmode umgestellt. 1972 entwirft Mustang die Freizeitkleidung der westdeutschen Mannschaft zu den Olympischen Spiele in München.
Ab 1981 expandiert das Unternehmen ins europäische Ausland, so nach Frankreich und Portugal. 1989 erhält man die Lizenz für JOOP!-Jeans.
Für die Produktion der Jeans wurden im Jahr 1997 29.900 Meter Denim für 23.000 Jeans täglich benötigt. In 24 Ländern arbeiten 2.000 Mitarbeiter im Unternehmen und seinen Tochtergesellschaften.
Seit 1999 werden unter der Marke Mustang in Lizenz von externen Unternehmen auch Schuhe, Gürtel, Taschen, Unterwäsche, Strümpfe, Düfte und Uhren angeboten. Im Jahr 2000 kooperierte man mit Willy Bogner und stellte Produkte wie die „6-Pocket-Jeans“ oder eine Skifahrerjeans her.
Persönlich haftender Gesellschafter der MUSTANG-Bekleidungswerke GmbH & Co. KG ist die MUSTANG-Verwaltungs GmbH, die ihren Sitz ebenfalls in Künzelsau hat.
Das Modell Boots (Form 112) der Firma Mustang ist eine klassische Röhrenjeans im Stil der 1980er Jahre. Die Passform wurde auf den Etiketten als „tight“ und „slim fit“ bezeichnet und noch anhand einer Skizze näher erläutert. An den Oberschenkeln sollte die Jeans „knalleng“ sitzen und an den Waden ein „enges Bein“ haben. Das stimmt auch, denn die Mustang Boots sitzt am Unterkörper und an den Oberschenkeln sehr eng und hat eine relativ kleine Fußweite. Im Gegensatz zur Big John Ultraslim oder Levis 613 ist die Mustang Boots aber an den Unterschenken nicht enganliegend. Dies soll ermöglichen, unter den Jeans noch Stiefel zu tragen, daher auch der Name dieses Modells. Die Mustang Boots war in verschieden hellen Jeansblau-Tönen erhältlich, außerdem in zu grau verwaschenem, schwarzem Denim.
Um 1985 brachte die Firma Mustang das Modell Disco (Form 116) auf den Markt. Diese Hose war überwiegend als Stretchjeans erhältlich und sehr verbreitet. Auch als die Mode sich später von hautengen Jeans wegentwickelte, hatte die Mustang Disco weiterhin eine Fangemeinde und blieb Inbegriff für sehr eng sitzende Stretchjeans.
Vom Schnitt her ist die Mustang Disco am ganzen Bein entlang hauteng geschnitten und liegt auch unten am Fuß noch eng an. Der Jeanstoff ist zwar dick, aber in Querrichtung relativ elastisch und wird von Kritikern als „strumpfhosenähnlich“ bezeichnet. Später kam ein ganz ähnliches Modell namens Skinline auf den Markt, dass nicht nur in Stretchdenim erhältlich war, sondern auch in einem ziemlich dünnen Baumwollstoff ebenfalls mit erheblichem Stretchanteil. Diese Hose gab es in zahlreichen Farben, außerdem auch in diversen Streifenmustern („Zebrajeans“), getigert und mit Schlangenhautoptik.
Außerdem wurde das Modell Disco auch in normalem, nicht-elastischen Jeansstoff angeboten und hatte in dieser Variante fast den selben Schnitt wie die Stretchversion. Das Etikett beschrieb diese Jeans mit „disco super tight“, „sitzt knalleng“ und „extreme Röhrenform“. Sie sitzt ähnlich wie die Big John Ultraslim oder die Levis 613 und ist in ausreichend kleiner Größe eine typische „Stehjeans“, in der man sich nicht mehr normal hinsetzen und bewegen kann. Dementsprechend war die Disco aus normalem Jeansstoff wenig verbreitet.
Als eine Art Mittelding zwischen der Mustang Boots (Form 112) und dem Modell Disco (Form 116) aus nicht-elastischem Jeansstoff gab es noch die Mustang Slim (Form 114), die vom Schnitt her ebenfalls sehr eng ist, aber an den Unterschenkeln etwas weiter als die Disco.